Wir unterschätzen massiv, wie sehr unsere ungelösten Themen das Leben anderer beeinflussen.
Oft wird innere Arbeit als reine Privatsache abgetan – als eine Art mentale Wellness. Die Realität ist aber: Wer seine eigenen Muster und alten Verletzungen nicht aufarbeitet, gibt sie ungefiltert an sein Umfeld weiter.
Vor Kurzem hat mich der Brief einer Klientin erreicht, der genau diesen Kern von echter Veränderung auf den Punkt bringt. Er hat mich innehalten lassen. Denn bei unserer Arbeit geht es nicht darum, dass ab sofort alles rosarot und leicht ist.
Es geht oft knallhart darum, zu verstehen, woher die eigene Schwere eigentlich kommt. Alte Dinge nicht länger unreflektiert mitzuschleppen.
Und irgendwann zu merken: Ich begegne mir selbst anders. Und dadurch begegne ich plötzlich auch allen anderen anders.
Genau darin liegt der tiefste Wert dieser Arbeit. Sie bleibt niemals isoliert im Praxisraum. Sie wirkt in unseren Beziehungen. In unseren Entscheidungen. In unseren Familien. In der Art, wie wir Konflikte austragen.
Veränderung ist kein Ego-Trip. Sie beginnt vielleicht bei dir ganz allein. Aber sie zieht Kreise, die weit über dich hinausgehen.
Wem aus deinem Umfeld kommst du heute schon ganz anders entgegen als noch vor einem Jahr?
