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Reparieren ist nicht! Mutige Kinder brauchen mutige Eltern

Ich bin gerade unfassbar traurig.

Ich arbeite aktuell wieder mit ein paar Teenagern (oder knapp darunter). Wunderbare Menschen, die auf dem Weg sind. Auf der Suche nach sich selbst. Scheinbar eingesperrt in den Werten und Normen der Eltern. Begrenzungspfähle aus dessen Vorstellungen und Wünschen.

Eltern mit dunklen Sonnenbrillen auf der Nase, die die Persönlichkeit ihres Kindes zu filtern scheint: Sie sehen nur das, was sie sehen wollen. Nur das, was für sie, in deren Vorstellungen für das Kind relevant ist. Abgedunkelt werden die wunderbarsten Facetten dieser jungen, schillernden Persönlichkeiten.

Sie wollen strahlen. Leuchten, schillern. Ich kann es sehen.

Doch sie können es nicht.

Zu sehr eingeschränkt, um ihr eigenes Schillern wahrzunehmen und sie selbst zu sein.

Schlimmer noch: Manche schleppen sogar noch die Themen/ Sorgen der Eltern mit sich herum, wie grauer Ballast.

Das macht was mit den Teenagerseelen.

Manche lernen nicht.

Andere ziehen sich zurück.

Wieder andere lassen keine Gefühle zu.

Manche bocken umso mehr.

Das macht mich unfassbar traurig.

Meist kommen die Kids zu mir, weil sie „irgendetwas blockiert“.

Na sowas 😉

Eigentlich bringen die Eltern die Kids zu mir mit der versteckten Botschaft „Mein Kind funktioniert nicht, mach es bitte heile. Wir haben Wünsche, Ziele und Vorstellungen. Wir wollen ja nur das Beste für unser Kind.“

Letzteres weiß ich! Davon bin ich überzeugt! Ausnahmslos alle Eltern, die ich im Laufe der 21 Jahre Berufserfahrung kennenlernen durfte, wollen nur das Beste für ihr Kind!

Meine Herausforderung ist es, mehr denn je, diesen Wunsch der Eltern, das Beste zu wollen, nutzbar zu machen.

Ich musskanndarf nicht nur den Kindern und Jugendlichen helfen, sich selbst zu finden.

Sondern auch ihren Eltern die sicher liebevoll gesetzten Begrenzungspfähle zu zeigen. Mit ihnen zu reflektieren, warum sie dort überhaupt gesetzt wurden. Zu schauen, was Eltern brauchen, um, anstatt sich übertrieben zu sorgen, vertrauensvoll und zuversichtlich zu sein.

Denn, wenn ich das nicht täte, was dann?

  • Die Kids kommen durch erfolgreiches Coaching befreiter nach Hause. Coaching befreit, verändert, lässt leuchten.
  • Veränderungen sind spürbar. Nicht nur für den Jugendlichen, auch für den Rest der Familie
  • Das ist auch gut so – schließlich soll Veränderung sein. (Auftrag.)
  • Veränderungen im Kind verunsichern Eltern, es kann zu Aneckungen kommen. Was passiert, wenn es ein Kind schafft, sich selbst zu finden? Zu wissen, wer es ist und was es will? Es begutachtet die Werte und Leitplanken der Eltern mit wachem Blick – und entscheidet zunehmend selbst, was es mag.
  • Es ist wichtig, Eltern hier zu begleiten. Sie „vorzuwarnen“, sie aufzuklären.
  • Nur so können die Früchte des Coachings geerntet werden. Alle zusammen können davon profitieren.

Dennoch, liebe Eltern, es erfordert auch MUT von Ihnen.
Ich kann ein Kind nicht reparieren.

Ich kann einem Kind nicht Ihre Ziele, Vorstellungen und Wünsche implantieren.

Ich kann Ihrem Kind helfen, angstfreier, blockadengelöster zu leben. Und so bewusst selbst zu entscheiden. Bewusst auf Ihre Meinung zu hören, aber nicht zu handeln aus Angst vor

  • nicht genügen
  • Schuld zu haben
  • weniger geliebt zu werden

usw.

Und somit macht es mich auch unfassbar glücklich:

Es ist kein leichter Weg für manche Familien. Gerade jetzt nicht.

Es macht mich unfassbar glücklich, diesen Weg mit meinem Licht, meinen Facetten, menen Farben zu beleuchten.

Ihn zu begleiten.

Und somit meinen Beitrag zu leisten, für eine bessere Welt.

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