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Warum die meisten meiner Kollegen versagen

„Ich weiß nicht, wie du das machst.“

Das sagte mir eine Klientin. Dabei war sie: überrascht, fasziniert, und ein Stück weit ungläubig.

Um ehrlich zu sein: So ganz bewusst habe ich mich das selbst nie gefragt.
Wie mache ich „das“ eigentlich? Und was ist anders als bei meinen Kollegen?
Wieso kommen immer mehr Menschen mit (erfolgloser) Therapieerfahrung zu mir?

Also begab ich mich auf eine kleine Reise in mich selbst. Auf der Suche nach einer Antwort. Für Sie, für euch, für mich.

Was ist eigentlich das „Das“?

Was meine Klientin meinte:

Ich treffe den Punkt.
Und das scheinbar außergewöhnlich schnell.
Ich sorge für ein Aua. Das Aua der Erkenntnis.
Ja, das führt zu Tränen, Wut, Scham oder ganz anderen Emotionen.
Ich schaffe dann ein Wir. Damit WIR (nicht die Klientin allein) das Trauma, die Emotionen, die Ursache für das Aua abfließen lassen.
Ich begleite dabei. Spende Ruhe, Geborgenheit, Sicherheit, Kraft.
Ich sorge für Befreiung.
Und somit für ein freies, selbstbestimmtes Leben voller Lächeln.

Wenn ich jetzt sage, dass es im Falle dieser Klientin innerhalb eines einzigen Termines geschah, dann ist das wahr. Und es ist kein Einzelfall.

Und ich glaube, das gelingt mir, aus einer Kombination von mehreren Dingen:

Der Unterschied: Ich spüre. Flexibel und dynamisch – statt statisch und genormt

Fixe therapeutische Methoden, vorgegebene Strukturen, Abläufe, Aussagenbäume und Co sind mir ein Begriff. Habe ich gelernt. Allein beim Schreiben muss ich schon gähnen.

Während andere Kollegen sich primär an genau dieses Gelernte, Strukturierte, Halt Gebende halten, breche ich aus:

Ich spüre.
Ich „empathiere“, gehe also in die Resonanz mit meinen Klienten, nehme das Nonverbale auf. Mikroexpressionen, kleine Muskelzuckungen, vielleicht auch energetische Veränderungen.
Ich schwinge nicht mit,  trotz und gerade wegen dieser intensiven Empathie. Das ist wichtig. Denn nur ein stabiler Coach ist ein guter Coach. Und kann so lenken, leiten, auflösen.

Das Ergebnis: Schier unfassbare Zusammenhänge

Ich erkenne unfassbar schnell Zusammenhänge, die manch anderer gar nicht blickt. Oder eben erst nach zig Therapiesitzungen. Die Warums. Die Themen dahinter. Die versteckten Wunden. Kurz: Die Ursachen.

Auch entscheidend: Ich vertraue.

Ich vertraue komplett. Und gebe mich  auch ein Stück weit hin.
Ich vertraue dem Prozess. Meinen Methoden. Meinen Klienten.
Denn, so glaube ich wirklich, ich fühle mich „geführt“. Und zwar eben NICHT durch Schemata und starre Therapiemethoden.

Es mag esoterisch anmuten, ich meine es aber ganz und gar nicht so. Ich glaube, ich bin genau deshalb auf dieser Welt. Um schnell zu helfen. Indem ich schnell Zusammenhänge erkenne. Und die Wurzel des Auas spüre.
Irgendwoher muss dieser bemerkenswerte Instinkt ja kommen. 😉

Bei all dem, lieber Leser, bildet natürlich die eingangs fachliche Expertise eine fundamentale Grundlage. Bei Bedarf findet dieses dröge Schema-F auch seine Anwendung.

Ich arbeite nur eben nicht primär rational.

 

Das ist es einfach, warum und wie ich „das“ mache.
Mehr noch.

Das ist es, warum ich „das“ liebe.

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Der Nachteil des Fühlens

Oder:
Warum es suboptimal ist, dass wir fühlen.

Ich spreche für dich in genau dem Moment, in dem meine Stärke zu fühlen mir komplett im Weg steht.
Denn genau jetzt hätte ich sehr gern einfach mal Zugriff auf Worte.

Was manchmal hilft? Den Rat bei dir als Lieblingsklient zu suchen.

Hast DU Worte für mich?

Ich freue mich auf deine hilfreichen, ehrlichen Kommentare.

 

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Wie man mit einem Augenzwinkern Traumata bekämpft

4 Wies und 5 No-Gos

 

 

„Danke, das hat Spaß gemacht.“, sagte neulich eine Klientin zu mir, zum Abschied an der Tür.

Wenn nach der Verarbeitung eines Missbrauchs-Themas eine Klientin so etwas zu mir sagt – dann muss definitiv irgendwas richtig gelaufen sein. Und zwar sehr richtig.

 

Viele Klienten kommen mit heftigen Themen zu mir. Schwer, erdrückend, einsperrend.

Vielleicht mögen manche Leser denken:
Was bildet sich die Schlautmann ein, über so etwas lachen zu können?

Respektlos!

Nimmt die ihre Klienten mitsamt der Schwere ihrer Themen nicht ernst?

 

 

Ich sehe es komplett anders:

Wer nicht lacht, nimmt das Wunderbare des Lebens nicht ernst. Zollt dem Leben nicht den gebührenden Respekt. Das Leben ist ein Geschenk.

Wir nehmen uns und unsere Probleme zu oft viel zu ernst, geben ihnen eine Macht, die sie nicht verdienen. So übernehmen die Probleme unsere Kontrolle. Wir werden zu Opfern der Probleme, Opfer unserer selbst, handlungsunfähig.

 

Ein wichtiger Aspekt meines Tuns ist es daher, gemeinsam mit Ihnen auszubrechen aus Ihrem metaphorischen Gefängnis. Handlungsfähig zu werden. Die Kontrolle über das Leben, über die eigene Zufriedenheit und, ja, auch über das eigene Lächeln zurück zu erlangen.

 

 

Vorneweg:

Als ein ganz besonders starkes Element des Trauma-Coachings stochern wir NICHT analytisch-statisch-schwer in der Bedrohlichkeit des Traumas.

Trotzdem bekommt das prägende Trauma, der Klient und seine aktuelle ernsthafte Situation die Beachtung, die es verdient. Respektvoll und wertschätzend.

Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Wer zudem noch lernt zu augenzwinkern, anfangs distanziert und ungläubig. Gegen Ende mit Freude. Der erhält sein Lächeln zurück. seinen Weg hinaus aus der Dunkelheit. Hinein in die Aktivität und Handlung.
Hinein ins Leben.

Ganz egal, was einmal war.

Wie das geht:

Ähnlich wie beim provokativen Coaching auch bedarf die Kombination von Augenzwinkern und Trauma sehr viel Fingerspitzengefühl, Offenheit und Erfahrung.

1) Die Ernsthaftigkeit muss erhalten bleiben

Klienten, die sich ausgelacht oder gar durchgeschleust fühlen, die gibt es bei mir nicht.

Im Gegenteil.

Sie spüren in jeder Sekunde, wie ernst mir ihre Themen und ihr Seelenheil ist. Denn das aktuelle Thema stellt ein großes Problem dar. Mitunter sogar ein extrem großes. Da ist ausreichend Respekt, Ernsthaftigkeit und ausreichend Zeit selbstredend.

Wichtig:

Es gibt für mich kein objektiv gesehenes „richtig großes“ Problem. Völlig losgelöst von der ICD-10. Welches Erlebnis wie stark seine Spuren in der Seele hinterlässt, das hängt von vielen Faktoren ab.

2) „Ich habe die Macht, meine Probleme zu entmachten.“,

Ein weiterer Satz eines meiner Klienten – und er ist so wahr.
Durch die Fähigkeit des Augenzwinkerns werden neuronale Verknüpfungen im Gehirn befeuert, die nicht nur das Erlebte verkraftbarer machen. Sie sorgen auch für mehr Handlungsfähigkeit. Und für Kontrolle über sich selbst.

Gekoppelt mit der Erkenntnis, die Macht in sich zu haben, wird das Augenzwinkern zu einem starken Werkzeug im Trauma-Coaching.

3) Sich selbst mal nicht so bierernst nehmen

Jedes respektvoll-wertschätzende Betrachten des Traumas, bei dem wir es gleichzeitig nicht ausschließlich so ernst nehmen, intensiviert diese neuronale Datenautobahn, baut sie aus. Hin zu mehr Leben, Schmunzeln, Zufriedenheit.

4) Posttraumatischer Wachstum – ein Trauma als Chance

Was sich jetzt noch paradox liest, ist ein wissenschaftlich nachgewiesenes Phänomen: Wir können an den schlimmsten Erlebnissen wachsen.

Ein Trauma – Coaching mit Augenzwinkern schafft es, dass Sie herauskommen aus Ihrer starr-analytischen Denk- und Gefühlsspirale.
Dann können wir deutlich leichter die daraus entstandene Stärke erkennen und für uns zu nutzen lernen.
Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, lesen Sie gern meinen dazugehörigen Blogartikel.

 

Ein großes ABER: Wichtige Voraussetzungen und No-Gos

Ein Trauma-Coaching mit Augenzwinkern ist nicht Jedermanns Sache.

Es ist nichts für

1) Coaches, ohne Trauma-Erfahrung

Erfahrungsgemäß hat sich ihr Fingerspitzengefühl noch nicht ausbilden können – zu schnell kann die für sie bis dato erfolgreiche humorvolle Leichtigkeit dazu führen, dass Klient und Trauma ungewollt ins Lächerliche gezogen werden.

2) Coaches, die sich nicht gut abgrenzen können

Empathie und Mitschwingen sind wertvolle Voraussetzungen für das Augenzwinkern-Fingerspitzengefühl. Ein absolutes No-Go ist jedoch ein mit-leidender Coach / Therapeut.

3) eine Coach-Klient-Beziehung ohne sehr guten Rapport

Ein gutes Beziehungsgefüge ist die essenzielle Basis dafür, dass der Klient sich wohl fühlt und das Trauma-Coaching Früchte tragen kann.

4) ein Klient mit Faible für die klassische Psychotherapie

Er möge bitte den klassischen Weg wählen.

5) eine Drama-Queen / ein Drama-King

Ja, wir dürfen uns in unserem Elend auch mal suhlen. Doch nur ein Blick nach vorn ermöglicht eine Traumaheilung durch einAugenzwinkern. Die Bereitschaft zur Beendigung eines Dramas ist essenziell.

 

 

 

All die Wies und noch viel mehr genoss die eingangs zitierte Klientin kürzlich gemeinsam mit mir.

Und, ja, liebe Klientin auch mir hat es sehr viel Spaß gemacht.

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Tue Gutes – Mein MOMENTUM für dich.

Ich hatte schon immer einen Wunsch.

Seit meiner Existenzgründung im Jahr 2000 sage ich: Ich möchte auch denjenigen helfen, die sich NICHT zu den Reichen und Schönen gehören.

Nichts gegen euch Reiche und Schönen 🙂

Wie es mir gelang, diesen Traum zu realisieren und wie du, wenn du magst, etwas dazu beisteuern kannst, das hörst du hier in diesem MOMENTUM

Listen and enjoy.

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Hingehen statt weglaufen…oder warum eine Traumatherapeutin Glückscoach wird.

Trauma und Glück – passt das überhaupt zusammen?

Ohja, sehr gut sogar.
Auch wenn ich hier eher von Zufriedenheit und Lebensqualität sprechen möchte.

Denn:

Traumatisierte Menschen haben, je nach Schweregrad des Traumas, teilweise nur das Ziel, sich aus ihrem emotionalen Gefängnis zu befreien.

Sie möchten weg von Angst, Panik, Hilflosigkeit, Ausweglosigkeit.
Genau wie viele gesunde Menschen eben auch.

Sie möchten in die Handlung kommen. Um selbst steuern zu können. Zu leben, (sich) zu lieben, zu sein.

Hin zu bewussterem Leben, bewussterer Selbstwahrnehmung, selbstgesteuertem Handeln.
Wie du vielleicht auch?

Ich erlebe es oft, dass mich Klienten bei vorangeschrittener Therapie fragen:

„Und jetzt?“

„Was geschieht zwischen den Terminen? Wenn ich alleine bin und Sie nicht da?“
Genau dann setze ich u.a. die Tools der Glücksbox ein. Therapiebegleitend.
Jedoch stets unter gewissenhafter Vorbereitung in der Therapie. Mit sorgfältigster, individueller Auswahl. Und penibler Einweisung.

Denn wenn der Klient gelernt hat, seinen Körper und seine potenziellen „Frühwarnsysteme“ wahrzunehmen, gerade dann hat es sich als wertvoll herausgestellt, dem Klienten Kontrolle über sich selbst zu schenken.

Hin zu Handlungsfähigkeit, Eigenverantwortung. Hin zu selbsttätiger Zufriedenheit.

Nähere Infos und Glückscoaches in deiner Nähe findest du hier:

https://www.coach-dein-glueck.de/team-glückscoaches/sandra-schlautmann/

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Streit mit der erwachsenen Tochter

Was aber, wenn ein Sturm aufkommt? Wenn die Anhänger an den Mobilefäden wehen und sich zu wehren scheinen?

Was, wenn die Angst besteht, ein Mobile-Teil könnte abreißen? Sich davon wehen lassen?

Und was, wenn dies tatsächlich geschieht?

Wir fühlen uns unwohl, aufgewühlt. Zerrissen. Unvollständig.

Es gibt Menschen, die kommen genau mit diesem Gefühl zu mir.
Das sind Mütter, die sich im Streit mit ihren meist erwachsenen Töchtern befinden. Und vielleicht gar nicht verstehen, wieso.
Es sind aber auch eben diese Töchter, die spüren, irgendetwas stimmt in ihrem Leben nicht. Nicht wissend, dass eine Ursache dafür der Streit mit ihrer Mutter sein kann.

Weil, so oder so, die Familie zerreißt. Ein Mobileteil im Sturm zu sehr wankt.

Ich möchte Ihnen einen Einblick in drei andere Mutter-Tochter-Beziehungen mit Problemen schenken.

Ihnen damit zeigen:

  • Sie sind nicht allein.
  • Vielleicht finden Sie sich wieder.
  • Vielleicht finden Sie so Ihre ganz persönliche Antwort auf Ihr Warum.
  • Vielleicht löst es ein: „Aha. Darum.“ In Ihnen aus.

Ich verrate Ihnen außerdem, passend zu jedem Fallbeispiel, drei praktische Profi-Tipps für den Hausgebrauch. Einen weiteren sehr wichtigen Tipp finden Sie im Fazit.

Sie zeigen Ihnen einen Weg.

Damit Sie anschließend  leichter zueinander finden. Und den Sturm im Mobile von dannen ziehen zu lassen.

Streit mit erwachser Tochter – Fallbeispiel 1

Die Situation:

Frau O.  berichtete mir von ihrer äußerst turbulenten Lebensphase: Seit Jahren wünscht sie sich die Trennung von ihrem Partner und somit auch vom Vater ihrer Kinder. Es sei einiges vorgefallen. Sie leidet. Trotz Auszeit und allen bisherigen Versuchen scheiterte nun auch der letzte.

Mein Auftrag eigentlich: „Bitte helfen Sie mir, mich endgültig zu lösen.“

Ich erfuhr, dass die erwachsenen Kinder der Trennung schon längst zugestimmt hatten, mehr noch, sie sprachen ihrer Mutter Mut zu.

Doch nun…kippte die Situation: Mutter und Tochter entfremdeten sich.
Sie, liebe Leserin, können sich sicher vorstellen, wie verletzt und verwirrt Frau O. mir gegenübersaß, sich keiner „Schuld“ bewusst.

Der Streit mit ihrer erwachsenen Tochter als negativer Hauptgewinn on top raubte ihr den letzten Mut. So blieb Frau O.

Das Warum – Fachlicher Erklärungsansatz:

Durch die schwierige, lang anhaltende Lebenssituation fand eine Persönlichkeitsveränderung bei der Mutter statt.

Das ist nichts Ungewöhnliches. Erlebnisse prägen. Beeinflussen. Verändern. Ganz egal, wie groß oder klein sie sind. Wir entwickeln uns weiter, passen uns der Lebenssituation an. Das ist oft gut so.

Wenn dann noch die vielen erfolglosen Trennungsversuche und die folgende  Auszeit hinzukommen, zieht manchmal ein Sturm auf.

In „Windspielsprache“ bedeutet das: Ein Mobileteil verändert sich, vielleicht in Form und Gewicht. Die anderen Mobileteile, hier im Beispiel die Tochter von Frau O., geraten ins Wanken, verlieren vielleicht ihren Halt, ihr Gleichgewicht oder ihre Orientierung.

In diesem Fall geschah Folgendes:

Die so sehr geliebte Tochter wandte sich ab und orientierte sich an der Vaterfigur. Für Frau O. kam dies komplett unerwartet und daher doppelt schmerzhaft.

Es kam zu Meinungsverschiedenheiten, Zickereien, zu noch mehr Wind im Mobile, sodass auch andere Familienmitglieder in Unruhe versetzt wurden.

Sie können sich vielleicht denken: Für mich als Therapeutin und Coach ist diese Reaktion der Tochter allerdings weniger unerwartet als es scheint.

Und für Sie, liebe Leserin, nun jetzt auch. Oder? Wunderbar.

Mein Perspektivwechsel-Tipp:

Jeder Streit ist anstrengend. Zehrt an den Kräften. Verletzt oder scheint zerstörerische Kräfte zu entwickeln.

Wagen Sie trotzdem mit mir einen kleinen Perspektivwechsel?
Ich möchte mit einem Augenzwinkern die mutige These wagen: Könnte es sein, dass, je mehr Wind Sie von ihrer Tochter / Mutter spüren, desto näher Sie sich vielleicht sind? Desto wichtiger Sie sich sind?

Denn nur dann, wenn Menschen sich nah und verbunden sind, nur dann wirken sich Veränderungen aus.

Es zeigt: Sie sind sich nah! Das ist etwas Wunderbares. Denn es ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. Es schürt Hoffnung. Und Mut. Und Zuversicht. Geben Sie noch nicht auf!

Streit mit erwachsener Tochter – Fallbeispiel 2

Die Situation:

Frau E suchte mich ursprünglich wegen eines Businessthemas auf. Die Chefs und sie. Da lief etwas schief. Die junge Frau fühlte sich ausgebremst. Nicht zu der beruflichen Leistung fähig, die sie fachlich erbringen konnte. Frau E. verstand sich selbst nicht mehr.

Was war los?

Das Warum – Fachlicher Erklärungsansatz:

Frau E. fühlte sich (u.a.) von ihrem Chef „nicht gesehen“ und nicht ernst genommen.

Ihr Chef triggerte eine Familienerfahrung an: Die Schwierigkeiten, die Frau E. mit ihrer Mutter seit Jahren unausgefochten zwischen sich spürte, brannten sich wie ein Mini-Trauma im Unterbewusstsein der Klientin ein.

Das färbte auf Frau E.s berufliche Leistungsfähigkeit ab. So sehr, dass die junge Frau unglücklich durchs Leben schritt.

Und, das erlebe ich sehr oft, nicht wusste / verstand, WARUM dem so ist.

In „Mobilesprache“ bedeutet das:

Frau E. hängt, wie wir alle, nicht nur in einem System. Nicht nur in einem Mobile. Manchmal verknoten sie sich, vor allem dann, wenn der Wind schon länger weht. Oder besonders heftig.

In gemeinsamer Arbeit deckten wir die Zusammenhänge auf, die die junge Frau im Unterbewusstsein verknüpft hatte. Wir schafften es, die Streitsituation mit der Mutter limbisch, also im Unterbewusstsein, verkraftbar zu machen und diese hinderlichen Verbindungen zwischen Job und Familie zu lösen.

So konnte Frau E. in ihrem Job wieder glänzen. Denn es gab keine Mobile-Verknotungen mehr.

Ja, die Beilegung des Streites zwischen Frau E und ihrer Mutter fand im Rahmen des Coachings (zu diesem Zeitpunkt) nicht statt. Denn es war weder mein ursprünglicher Auftrag noch war Frau E.s Mutter mein Coachee.

ABER (und das finde ich viel wertvoller) Frau E. konnte sich mit der Situation arrangieren. Sie verkraftet nun die zerstrittene Situation mit ihrer Mutter auch im Unterbewusstsein, verkraftet die Erlebnisse, in denen sie sich von Mama nicht wahrgenommen fühlte. Es ist jetzt okay für sie.

Frau E konnte sich befreien. Und zurück ins (berufliche) Glück finden.

Mein Selbstreflexions-Tipp:

Seien Sie wachsam. Und mutig!

Ich erlebe oft, dass ein Streit zwischen Mutter und Tochter rational betrachtet „abgehakt“, „weggepackt“ zu sein scheint. „Wir gehen schon seit Jahren getrennte Wege. Das ist dann eben so.“

In Wirklichkeit jedoch schlummert diese Erfahrung im Unterbewusstsein und bremst uns in anderen Situationen aus.

„Immer dann, wenn der Verstand nicht mehr weiter weiß“, prangt auf meiner Webseite.

Und das nicht ohne Grund.

Dieser Satz beschreibt ein mögliches Gefühl, was ein Hinweis auf ein längst erledigt geglaubtes Mini-Trauma sein kann.

Streit mit erwachsener Tochter Fallbeispiel 3

Die Situation:

Frau F. und ihre erwachsene Tochter Frau S. suchten mich auf, gemeinsam.
Frau F. war Rentnerin, verheiratet mit dem Vater ihres Kindes, ein verbeamteter Mann.

Frau S. arbeitete selbstständig, und dies schon seit Jahren.
Beide Frauen kamen zu mir, weil sich die Situation zuspitzte:

Frau F. verstand ihre Tochter nicht mehr. Sie äußerte, ihre Tochter sei für sie mittlerweile „wie vom anderen Stern“.

Ihre Tochter Frau S. indes spürte das schon länger. Sie fühlte sich nicht mehr wohl in ihrer Familie, nicht mehr geborgen und gänzlich unverstanden.

Beide, das sah ich deutlich, liebten sich sehr, sodass sie um Rat und Hilfe baten.

Das Warum – Fachlicher Erklärungsansatz:

Frau S. führte einen komplett anderen Lebenswandel als es ihre Eltern je taten: Selbstständigkeit versus Verbeamtung.

Arbeiten aus Leidenschaft versus Arbeiten des Geldes wegen.

Risiko versus Sicherheit.

In den Augen von Frau F. führte ihre Tochter das falsche Lebensmodell. In der Wahrnehmung der Tochter war alles falsch, was sie tat.

Oft ist es so, dass sich die liebende Mutter für ihr Kind doch nur das Beste wünscht.

Dass sie voller Lebenserfahrung strotzt und ihrem geliebten „kleinen Kind“ jegliche schmerzhaften Umwege ersparen möchte.

Gut gemeint, absolut.

Doch was ist, wenn dabei unterschiedliche Werte und Lebensmodelle aufeinander prasseln?

Oder die Tochter ihre Erfahrungen schlichtweg selbst sammeln möchte?

Dann kommt Wind ins Mobile.

Gemeinsam erarbeiteten wir die zugrunde liegenden unterschiedlichen Werte.

Um dann gemeinsam zu ergründen, warum die Werte teilweise so grundverschieden sind.

Dies ist sicherlich auch generationsbedingt begründbar.

In jeder Generation griffen andere Bedürfnisse, Werte und Glaubenssätze.
Wir verstanden, dass Großmutters Generation auch schon anders „tickte“ als die der Mutter. Und stellten fest:

Von Überleben wollen (Großeltern) über harte Arbeit zahlt sich aus / schafft Sicherheit (Eltern) bis hin zur Selbstverwirklichung (erwachsene Tochter) wandelten sich besagte Werte.

Fazit: Wir schafften Verständnis für die Erfahrungen und Prägungen jedes Mobileteiles. Und nahmen so Wind aus den Segeln – äh, dem Mobile.

Für mehr Raum für Liebe und Verständnis.

Mein Kommunikations-Tipp:

Jede Emotion und jede Wahrnehmung hat seine Daseinsberechtigung. Auch dann, wenn Sie sich denken: „Was die Mutter / Tochter beschreibt, ist völlig falsch. Alles falsch und missverstanden!“

Bedenken Sie, es gibt kein „objektiv richtiges Empfinden“. Und auch keine „tatsächlichen Fakten.“

Bitte, wenn Eine von Ihnen eine Emotion oder Wahrnehmung äußert, antworten Sie nicht mit: „Das stimmt nicht!“ Auch dann nicht, wenn es Ihrer eigenen Wahrnehmung nicht entspricht.

Denn das führt meist zu verhärteten Fronten. Das Gefühl, sich missverstanden zu fühlen, intensiviert sich eher.

Was können Sie stattdessen tun?

Fassen Sie die Worte Ihrer Gesprächspartnerin in eigenen Worten zusammen. So wecken Sie das Gefühl des Verständnisses. Und bei Unklarheiten besteht die Chance, diese sofort auszuräumen. Leiten Sie dies ruhig ein mit: „Wenn ich dich richtig verstehe, siehst / fühlst du das so…:“.

Anschließend holen Sie sich eine Bestätigung dessen ab: „Ist das so? Habe ich es richtig zusammengefasst?“

Beschreiben Sie anschließend selbst, wie es Ihnen in der Situation geht, wie Sie gewisse Aussagen gemeint haben. Holen Sie sich gern in Form von „Ich weiß, das ist  meine Sicht, ist die für dich nachvollziehbar?“ eine Bestätigung ab.

Dieses Fallbeispiel zeigt, wie unterschiedlich sind Lebenswege auf Werte, Moral und Prägungen auswirken.

Ein Bewusstsein darüber, dass dem so ist. Und ein Bewusstsein dafür, dass Wahrnehmungen nebeneinander bestehen sollen und werden, das ist ein wichtiger Schritt. Hin zum Frieden zwischen Mutter und Tochter.

Mit dem Ziel, sich gegenseitig zu wertschätzen und sich wertgeschätzt zu fühlen.

Fazit

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich hoffe Ihnen die Einblicke in andere Mutter-Tochter-Beziehungen ließen Sie spüren:

Sie sind nicht allein.

Vielleicht fanden Sie sich wieder.

Vielleicht fanden Sie Ihre ganz persönliche Antwort auf Ihr Warum.

Vielleicht löste es ein: „Aha. Darum.“ In Ihnen aus.

Damit Sie nun einen Schritt aufeinander zu wagen können.  Und den Sturm im Mobile von dannen ziehen zu lassen.

Profi-Tipp:

Wenn das  Verständnis mitsamt der drei Tipps für den Hausgebrauch dennoch nicht reichen.

Wenn die Fronten zu sehr verhärtet sind oder aus anderen Gründen kein Ausweg für Sie sichtbar ist, obwohl Sie es wollen: Suchen Sie sich professionelle Unterstützung!

Ich empfehle einen erfahrenen Coach oder Therapeuten. Aber auch ein gut ausgebildeter Mentor kann die passgenaue Hilfe sein.

Wichtig ist meines Erachtens der systemische Ansatz. Optimal in Kombination mit traumatherapeutischen Tools, die sich auch gut dazu eignen, um solche Wunden des Alltags besser in die Heilung zu bringen.

Denn:

Genau mit dieser Kombination konnte nicht nur Frau O. oder Frau M. oder Frau F. / S. geholfen werden.

Und, ebenso wichtig:

Es ist nicht immer erforderlich, dass beide, Mutter und Tochter, Termine wahrnehmen. Wenn eine von beiden sich befreien möchte, das Leben wieder genießen möchte, ausbrechen möchte aus den Winden des Mobiles, um wieder in Ruhe und Frieden zu sein, so reicht dies völlig aus.

Autor: Sandra Schlautmann
Thema: Streit mit erwachsener Tochter
Webseite: https://wachgecoacht.de

 

https://www.ratgeber-lifestyle.de/beitraege/lifestyle/streit-mit-erwachsener-tochter.html