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Mutmach-Geschichte mit kostenlosem Geschenk

Mutmach-Geschichte

Heute möchte ich von einem Klienten berichten.

Selbstverständlich berichte ich anonym und lasse daher auch Details aus.

Ich glaube aber, dass eine anonyme Kurzfassung hier nun hin gehört.

 

Also:
Wir sprechen von einem Klienten, der so lange psychisch krank ist, dass er „gar nicht mehr weiß, wann es angefangen hat“.

Dieser Klient hat bereits Tageskliniken, Rehamaßnahmen und verschiedenste Therapien hinter sich. Mit minimalsten Erfolgen. Nichts, was befreite.
Riesen-Zeitinvest. Und Geldinvest natürlich.

Dieser Klient merkt, dass sein Krankheitsbild sich immer weiter ausbreitet, wenn er nicht handelt – und dennoch….so antriebsschwach und hoffnungslos.

Dieser Klient hat eine Angehörige, die den richtigen Schubser gab. So kam der Klient dann doch zu mir.

 

Was woanders passierte:
Ja, der Klient zeigte deutlichst Symptome eines ganz bestimmten „Störungsbildes“ (nennt sich leider so in der Medizin, ich mag den Begriff nullkommanull).
Ja, die Symptome waren alle passgenau, ICD10 auf – und jeder Kollege diagnostizierte Störung X.
Niemand, aber scheinbar wirklich niemand fragte sich, WARUM diese Merkmale auftraten!
Ist das nicht furchtbar?
Schema-F! Schublade auf. Klient rein. Zack.
Keine der Therapiemethoden fruchtete.

 

Was bei mir passierte:
Wir suchten nach dem Dorn in der Wunde, nach dem Warum.
Wir fanden sofort und postwendend eines.
Unterbewusstsein sei Dank.
Wir lösten auf.
Innerhalb (bitte verzeiht den Ausdruck) einer einzigen lächerlichen Sitzung.

Das war vor ein paar Tagen.
Heute bekam ich das Feedback.
Der Klient spricht von freierem Atmen.
Gesprengten Ketten.
Gelösten Fesseln.
Und davon, noch sich noch nie so gut gefühlt zu haben wie jetzt!!

 

Ihr Lieben, mir wird da ganz anders!
Versteht mich richtig. Nicht, weil ICH MICH für die Geilste unter der Sonne halte.
Sondern weil soooooo klar sichtbar wird, dass es WEGE und Möglichkeiten aus eurem Trauma-Gefängnis gibt!
Es gibt sie.

Ganz egal, was Andere sagen, ganz egal, wie sehr ihr zweifelt.
Und vor allem ganz egal, wie viele Kollegen bereits erfolglos rumgedoktort haben.

Bitte gebt nicht auf!
Euer Leben ist unbezahlbar.
Eure Freiheit habt ihr euch verdient.

P.S: Der Klient hat einen Folgetermin. Weil wir vermuten, dass es mehrere Dorne gibt.
Was, wenn alle gezogen sind?
Wenn das Fehlen des ersten schon so sehr beflügelt?

In diesem Kontext möchte ich allen Mutigen ein Zeitfenster meiner kostbaren Zeit schenken.
Kostenlos.
Klicken und buchen:
https://app.acuityscheduling.com/schedule.php?owner=17982963

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Dringender Buchtipp – mit Gastbeitrag der Autoren

Heute gibt es wieder einen Gastbeitrag für alle, die

  • gute Bücher lieben
  • Neugierig auf Psychologie, Zukunftsvisionen, eine besondere Art der Traumatherapie sind
  • die Idee, dass Seelen sich wieder begegnen faszinierend finden
  • ahnen, dass es wahre Liebe gibt
  • sich selbst in guten Romanen wiederfinden…

…und dann auch noch einen Einblick in das Leben eines Autors gewinnen wollen.

 

Zufälle – gibt es das? – Vorwort von Sandra Schlautmann

Normalerweise kommentiere ich keine Gastbeiträge, doch an dieser Stelle möchte ich ein Vorwort schreiben.

Durch Zufall (gibt es das?) begegneten sich zwei Autoren und ich.

Komplett unterschiedliche Tätigkeitsfelder – und doch so viel gemeinsam:

Wir wollen gut tun, befreien, Lebensqualität erhöhen und Lächeln schenken.

Wir leben für das, was wir tun.

So sehr, dass manchmal, wie Sie hier lesen werden, Geld sekundär ist.

Kurzum: Wir wollen nur eines: Die Welt zu einem besseren Ort machen – jeder von uns nur auf seine Weise. Und dennoch mit Herz und Leidenschaft.

Zig Gründe, diese bezaubernden Menschen um einen Gastbeitrag zu bitten
(ja, in diesem Fall bat ich darum).

Also freuen Sie sich drauf.
Von wem ich spreche, um welches Buch es geht, welche Berührungspunkte sowohl Sie als auch ich mit der Geschichte haben werden, all das lesen Sie jetzt:

Gastbeitrag von Syvia und Marcel Schneider, Autoren des Buches „Herzmalerei“

Liebe Leserinnen und Leser von Sandras Blog,

wir, Sylvia und Marcel (Syma) Schneider sind Autoren und haben im September 2019 den Roman „Herzmalerei“ veröffentlicht. Sie werden sich vielleicht fragen, warum gerade wir einen Gastbeitrag in Sandras Blog schreiben.

Folgende Annahmen sind definitiv falsch:

  • Das Lesen unseres Buches löst ein Trauma aus
  • Wir sind griesgrämig und negativdenkende Menschen und wollen das allen weiter vermitteln
  • Der Roman und die Geschichte sind die beste Schlafmedizin
  • Die Hauptperson im Roman ist die Psychologin Zenia, aber eigentlich ist es die Geschichte von Sandra Schlautmann

Nun, was ist denn der wahre Hintergrund – die Herzensangelegenheiten
Diese Buchprojekt war für Sylvia und mich eine Herzens-Angelegenheit. Mit viel Leidenschaft haben wir über vier Jahre an diesem Roman geschrieben. Wir wussten von Beginn an, dass wir damit höchstwahrscheinlich nie viel Geld verdienen können, da wir Autoren pro verkauftem Roman genau 0,70€ erhalten. Wenn man bedenkt, dass man mit 10.000 verkauften Büchern bereits an der Bestsellerliste kratzt, muss man auch ohne Wirtschaftsstudium erkennen, dass man damit nicht reich werden kann. Also, was war denn unsere wirkliche Motivation?

Unser Herzenswunsch war es, möglichst viele Menschen zu erreichen und ihnen Freude und glückliche Stunden zu schenken.

Und hier beginnen die Parallelen zu Sandras Arbeit und Ihnen.

Jedes positive Erlebnis ist ein wertvoller Tropfen für die Seele. Wir sind alle unbeabsichtigt und oft negativen Ereignissen und Druck ausgesetzt. Und egal wo wir im „Launometer“ zwischen -10 und +10 gerade stehen, es braucht für uns alle einen Ausgleich. Und noch mehr, es braucht den kontinuierlichen Aufbau der Laune durch positive Erlebnisse und Erfahrungen, damit wir nicht nur existieren, sondern das Leben mit Glück und Freude genießen können. Das ist eines der übergeordneten Ziele unseres Lebens, welches mit persönlichem Engagement und Mut erreicht werden kann. Da schließt sich der Kreis unserer Geschichte im Roman zur Hilfe, die Sandra anbietet und zu Ihnen.

 

Worum geht es denn eigentlich in unserem Buch?

Im Kern ist es eine Liebesgeschichte der jungen Psychologin Zenia, die unter mysteriösen Umständen Zugang zu ihrer Seele erhält. Dabei realisiert sie, dass sie schon in mehreren Leben immer wieder dieselbe Seele geliebt hat. Da sie aktuell sehr unglücklich ist, geht sie auf die Suche nach dieser Seele. Vielleicht findet Zenia sie, vielleicht auch nicht. Sie trifft dabei auf den geheimnisvollen Sträfling Nael, und plötzlich gehen viele und spannende parallele Handlungsstränge auf. Zenias Leben scheint total aus den Fugen zu geraten. Doch ihr Mut, etwas zu verändern, öffnet ihr neue Perspektiven und verstärkt die Hoffnung, ihr Glück zu finden.

Wir wollen von der Geschichte natürlich nicht zu viel verraten, aber auch hier gibt es wieder viele Parallelen zu Sandra und Ihnen.

Auch in unserer Geschichte gibt es eine Art „Regression“, und Zenia reist in die Momente zurück, die sie so unfassbar geprägt haben und im Unterbewusstsein kleben. Zenia erlebt die Rückführung als bereichernd, positiv, befreiend und Hoffnung spendend. Nicht jeder in Zenias Umfeld versteht was sie tut, und einige verurteilen das sogar. Aber Zenia hat den Mut, diesen Weg zu gehen und ihr Leben wird bereichert, und sie wächst dran.

Wir wünschen uns so sehr, dass wir mit „Herzmalerei“ auch Ihr Herz berühren können. Wir hoffen ein bisschen dazu beitragen zu können, dass Sie Ihre Seele baumeln lassen und einige wundervolle Stunden genießen können. Und vielleicht löst es auch bei Ihnen etwas aus… was wir Ihnen von Herzen wünschen: Glück und Hoffnung!

 

Nachwort (ich kann nicht anders):

Das, was Syma Schneider in ihrem Buch schreiben, eine Hauptdarstellerin voller Mut, ihren eigenen Lebensweg zu gehen, an den Beschwerlichkeiten zu wachsen, um dann sogar möglicherweise ihr Traumleben zu leben, das könnten auch Sie sein.
Ich wünsche Ihnen und mir nichts mehr, als dass Sie genau diesen Mut ebenfalls aufbringen.
Er ist bereits in Ihnen. Er ist Teil von Ihnen.
Nur zu! Ran an die Befreiuung und willkommen in Ihrem Traumleben.

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Immer mehr Klienten fragen: Zahlt die Kasse? Hier die Antwort!

Fakt ist:
Ja, ich darf Rechnungen für die Krankenkassen schreiben. Meine Ausbildungen geben das her. 

Wann ist das der Fall? Wann zahlt die Kasse?

1) Der Vertrag an sich:

Es muss unbedingt geprüft sein, ob Leistungen eines Heilpraktikers f. Psychotherapie in Ihrem Vertrag mit abgegolten wird. Das sind oft Zusatzversicherungen oder Teile von privaten Krankenkassen. Bitte lesen Sie dies unbedingt nach bzw. fragen Sie Ihre Kasse.

Um ganz sicher zu gehen, lassen Sie sich ihre Kostenübernahmezusage schriftlich geben.

2) Die ewige (aktuell leider erforderliche) Abgrenzung von Coaching und Therapie.

Wenn jemand krank ist (egal, ob körperlich oder seelisch), bedarf es etwas, dass als Therapie bezeichnet wird.

Den Menschen geht es sehr schlecht. Ziel einer Therapie ist es, „weg von“ dem Schmerz, dem Leid zu kommen. Offiziell anerkannte Therapiemethoden sind die entsprechenden Tools dafür.

Genau dort setzt eine Therapie an, genau das kann eine Kasse übernehmen (unter gewissen gesetzlichen Bedingungen und bei dem entsprechend passenden Vertrag).

Dazu benötigt es eine Diagnose Ihrer Krankheit, codiert nach der ICD-10. Die muss ich dann jeweils auf der Rechnung verewigen.
Traurige Tatsache:

Unfassbar viele Therapien enden erschreckend oft bereits, wenn der Patient wieder „okay“ ist. Also bspw. von -8 auf dem Stimmungsbarometer wieder bei einer 0 angekommen ist.

3) Ein ebenso spezielles Thema ist das der Online-Therapie.

Da werden manche Kassen (sowohl zu Recht als auch zu Unrecht) hellhörig, denn leider wird viel Schindluder damit betrieben. Manche Kollegen nehmen einfach alles an, achten nicht auf Thema, Intensität der Belastung, Bedürfnisse, Grenzen der Methoden, Rapport und Möglichkeiten. Dadurch wird so manches Mal ihre Wirksamkeit angezweifelt. Dabei hängt es in meinen Augen an der Professionalität der Kollegen.


Wann zahlt die Versicherung nicht?

Soviel ich weiß, übernehmen die Kassen keine Coaching-Leistungen.

Also bitte nicht wundern, wenn hier eine Ablehnung erfolgt.

Coaching und seine Methoden setzen offiziell in den Bereichen 0 bis +10 unseres Stimmungsbarometers an. Ziel von klassischen Coachings ist es, dass es eigentlich gesunden Menschen noch deutlich besser geht.

An dieser Stelle zahlt eine Versicherung daher nicht. Sie kümmert sich um Kranke.

Schöne Tatsache:

Ein Coaching begleitet die Menschen also „Hin zu“ mehr Lebensqualität, Freiheit, Lachen.

Falls Sie sich nun fragen, wo siedele ich meine Arbeit an? Und warum? Das folgt in Kürze!
Bleiben Sie also wachsame Leser meines Blogs.

P.S.: Was sind Ihre und deine Erfahrungen im Umgang mit den Krankenkassen? Ich freue mich über Kommentare.

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Klienten-Gastbeitrag: Meine 5 wertvollsten Tipps, damit auch eure Therapie ein Erfolg wird!

Oder:

Ich bin endlich ich. Und mein Leben ist ein Traum!

 

Hallo, ich bin’s wieder,  Bettina. 

Eine, die sich nichts mehr wünscht, als andere Menschen aus ihren eigenen Fehlern lernen zu lassen. Dieser Gastbeitrag ist der zweite seiner Art. Und mein Dank meines Coaches Sandra mein ganz persönlicher Weg, der Welt gut zu tun – und jedem einzelnen Leser hier.

 

Im ersten Beitrag in diesem Blog ging es um die beklopptesten 5 Dinge, die ich bezüglich meiner (psychischen) Gesundheit jemals tat.

Doch was war mein Ausweg?

Was ist jetzt anders?
Warum bin ich jetzt bereit und nicht damals? Warum ist bzw. war warten für mich immer die bessere Alternative, als selber Geld in die Hand zu nehmen? Ich investiere darin doch für mich, für mein besseres Leben, für mein ICH. Warum habe ich nun schon insgesamt 2 1 /2 Jahre Psychotherapie hinter mir?
Sehr bekloppt, oder? Verschenkte Lebenszeit.

 

Ich verrate es euch.

 

Mein Ausweg

 

Tipp 1: Besiege deinen Dämonenfresser

 

Weil natürlich das ungute Gefühl hochkommt “die wollen doch alle nur mein Geld.” Ich sehe die Dämonen, wie sie sich mein Portmonee schnappen, alles Geld rausziehen und ich sitze weiter deprimiert rum.

 

Tipp 2: Kalkuliere fair –  Ein offener Blick in mein Portmonee

In der Vergangenheit habe ich bereits viele schlechte Erfahrungen gemacht, wenn ich aber ehrlich bin sogar viel mehr schlechte Erfahrungen mit Ärzten – die für mich quasi kostenlos waren. 

Aber hängen geblieben sind nur die Erfahrungen, wofür ich Geld bezahlt habe. Eine Kosmetikerin hat mir und meinen Eltern zig hunderte an Euro aus der Tasche gezogen, weil wir mit meiner starken Akne verzweifelt waren. Die Behandlung ist fehlgeschlagen, es wurde alles viel schlimmer und so musste ich in die Hautklinik, Ärzte haben sich nicht mehr dran getraut. 

Das hat bei mir gesessen. 

Aber das normale Hautärzte über Jahre mir diverse Creme´s, Tabletten, Lichttherapie und was auch immer verordnet haben, habe ich vergessen. Dazu all die Cremes und co von Drogerien und Apotheken – günstig war das definitiv nicht. Aber da das immer wieder nur kleinere Beträge waren, bleibt es nicht langfristig im Gehirn haften.

 

Jetzt bin ich wieder an einem Punkt. Die Krankheit ist wieder da, Akne, die meine Depression wieder aus der Versenkung holt. 

Und wieder warte ich lieber auf einen Termin bei einem normalen Arzt, leider darunter anstelle zu einer privaten Praxis zu gehen und sofort behandelt zu werden. 

Doch jetzt ertappe ich mich dabei selbst und weiß: Nicht mehr mit mir!! 

 

Tipp 3: Don’t sit and wait! Brich aus, aus den gesellschaftlichen Mustern

 

Die Gesellschaft lebt es einem vor. Warten wird akzeptiert. 

Um nochmal zurück zu der Frage zu kommen, warum man kein Geld für seine Gesundheit in die Hand nimmt, dann kann ich das nur damit beantworten, dass in meiner Umgebung das nie vorgelebt worden ist. 

 

Und jetzt, jetzt bin ich soweit, dass ich nicht mehr warten will. 

Warten auf ein glücklicheres Leben, warten auf das Ende der Depression, warten auf Hilfe, warten auf das Glück, warten auf das ICH sein? Ist es das wert? 

 

Tipp 4: Das Leben zurück kriegen: UNBEZAHLBAR – eine ehrliche Rechnung

Hätte ich mich eher getraut Geld für mich zu investieren, und da meine ich nicht die Ohrringe, das hübsche paar Schuhe oder gar ein neues Smartphone, dann hätte ich mir bei der Behandlung meiner Depression die 4 Jahre (Wartezeiten  plus Therapie, krass, wie lange das ist!) in nur ein halbes Jahr packen können. 

Rechnet man sich die Zeit und die Wege, die man fährt aus, so ist man günstiger unterwegs, wenn man sich sofort Hilfe holt, auch wenn es etwas kostet.

Ratschlag 5: Sei mutig! Es zahlt sich aus

All die Tränen und “ich kann nicht mehr” hätte ich mir in den letzten Jahren sparen können. Aber dafür benötigt man Mut. 

Denn wenn man sich privat Hilfe holt, lässt man jemand anderes sofort in die Seele schauen. 

 

Ich kann mich noch gut erinnern:

Meine erste Hypnosesitzung bekam ich noch geschenkt. Natürlich bei Sandra Schlautmann. Das Vertrauen war da. 

 So schnell und so tief, wie ich darin versunken bin, wie schnell meine Gefühle mich übermannt haben, wie schnell wir in nur einer Sitzung ein Thema abarbeiten konnten und wie positiv-fertig ich nach der einen Sitzung war. 

Ich war verstrahlt und glühte nach. 

 

Im Vergleich dazu habe ich meine Therapeutin, die von der Krankenkasse bezahlt wurde, nie so tief in mich hineinblicken lassen. Da flossen auch mal das eine oder andere Tränchen, aber die Emotionen waren nie so ehrlich und rein wie bei der Hypnose. 

 

Fazit

 

Natürlich muss sich jeder diese Frage selber stellen. Ob er weiter warten will. Lieber Umwege gehen anstatt den direkten Weg zu seinem Traumleben. Ob er auch all die Fehler machen möchte, wie ich es tat.

 

Meine Bitte

 Wie ich schon im ersten Blogbeitrag schrieb:
Die meisten Praxen bieten kostenlose oder vergünstigte Erstgespräche an. Nutzt sie! 

 Ich habe gelernt: Diese Juwelen unter den Coaches und Therapeuten schenken euch eure Zeit – behandelt sie daher wertschätzend. 

 

Ich weiß nun: Wenn man sich mal eine Zeitlang die Kleinigkeiten, die man sich sonst gönnt, mal aufspart und für das komplette ICHsein investiert, wird man das Leben endlich wieder für lebenswert erachten. 

 

Mein dringender Appell:

Hört auf zu warten, wenn es euch schlecht geht!

 Besonders, wenn es um die Psyche geht. 

 

Es ist es einfach nicht wert. Das Geld tut zwar kurzzeitig weh, aber die gesunde Psyche sollte es einfach wert sein. 

 

Mal von dem ausgetrampelten normalen Weg abweichen und schauen, was sich hinter der nächsten Biegung versteckt. 

 

Jede Reise kostet etwas, aber diese Reise zum Ich und ins eigene Leben sollte es einem doch wert sein, oder?

 

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Gastbeitrag: Die beklopptesten 5 Dinge, die ich als Klientin jemals tat

… oder: Warum die meisten Menschen selbst Schuld am Misserfolg der Therapie haben

 

Hallo, ich bin Bettina. 

Eine, die sich nichts mehr wünscht, als andere Menschen aus ihren eigenen Fehlern lernen zu lassen. Dieser Gastbeitrag ist meine Art, der Welt gut zu tun – und jedem einzelnen Leser hier.

 

Ich: eine ganz normale Betroffene

Zu mir: Ich bin ganz normal gesetzlich krankenversichert und immer, wenn ich krank werde, zücke ich meine Karte, gehe zum Arzt und werde behandelt. Ganz egal, ob körperlich oder psychisch krank. Krank ist krank. 

Mein Fehler Nr. 1:  Opfer seiner selbst – und dann die scheinbar rettende Hand des Hausarztes 

Also war es für mich auch ganz normal, als ich am Tiefpunkt meiner Depression war – die ich natürlich vorher komplett negiert hatte – zu meinem Hausarzt zu gehen. Das Vertrauen war da, er wird mir schon sagen, was ich machen soll. Total hilflos mit der Situation, überfordert, lethargisch. Er ist ein super Arzt und hat mir direkt ein Gefühl der Hoffnung gegeben. Außerdem zückte er einen Zettel mit zwei Nummern für Psychologen – bei einer habe ich dann sehr schnell einen Termin bekommen. Ihr Antrag auf ca. 20 Std Therapie ging bei meiner Krankenkasse ohne große Prüfung durch. Einfach. Normal. Superbequem in meiner Erschöpfung. Ich musste nichts tun. Außer warten. In meiner Depression.

Nach den 20 Stunden musste ich feststellen, dass sie mir zwar geholfen hat, ein bisschen stabil zu werden, aber eine Heilung gab es nicht. Ich war weiterhin auf Antidepressiva angewiesen, diese abzusetzen war eine unvorstellbare Vorstellung. 

 

Mein Fehler Nr.  2: Zu Bequem – Ich stehe doch auf der Warteliste

 

Eine Verlängerung dieser Therapie stand außer Frage, da es eine Sackgasse war. So war es kein Wunder, dass ich wieder immer mehr in die Depression zurückkehrte. Zu diesem Punkt hatte ich ehrlich gesagt schon Kontakt zu Sandra von Wachgecoacht und auch ein sehr überzeugendes Erstgespräch geführt. Es schien zu passen.
Aber:  Auf die Idee zu kommen, dass ich Geld in die Hand nehme, um mich von ihr coachen  zu lassen, kam ich nicht. Wieso auch? 

 

Mein Fehler Nr. 3: Antriebsschwach – Wartenwartenwarten

Ich habe mich doch auf die Warteliste bei einer guten Psychologenpraxis setzen lassen. Mein Weg war gezeichnet, ich musste doch nur warten. 

 

Und so zieht es sich durch mein gesamtes Leben: 

Immer, wenn eine Krankheit akut wird, mache ich mir einen Termin bei einem Arzt und warte. Manchmal nur zwei Wochen, manchmal auch 3 Monate und manchmal bin ich sehr frustriert, weil genau der eine Arzt, zu dem ich gerne möchte, Aufnahmestopp für neue Patienten hat. 

 

Mein Fehler Nr. 4: Dieser fatale Gerechtigkeitssinn – Die Krankenkasse MUSS doch zahlen

Und dann…wenn ich ganz genau in mich hineinhorche, sagt eine innere Stimme:
“Ich bezahle jeden Monat sehr viel Geld für meine Krankenversicherung, also will ich auch dafür eine Leistung erhalten. Das ist ja nur fair. Und irgendwie das Mindeste.”. Und, ehrlich gesagt, sagt die Stimme noch viel mehr:
“Ich bin so schon gestraft genug mit meiner psychischen Krankheit, da soll ich jetzt auch noch zahlen? Doppelt?”

 

Mein Fehler Nr. 5: Spreu und Weizen – die wahnsinnige Suche nach dem Juwel in den kostenlosen Angeboten 

Auch als es in meiner Beziehung sehr gekrieselt hat, wir eine Paartherapie machen wollten, bin ich zur Diakonie gegangen. Da ist es kostenlos. Man muss nur warten. Mal wieder. 

Geholfen hat es nicht wirklich.

Da war keine Power dahinter, die Gespräche plätscherten dahin und haben mir nichts gegeben. Also haben wir die “Therapie” abgebrochen und weiter selber versucht. 

Nun, zwei Jahre später, ist es wieder soweit. Alleine klappt es nicht mehr. Aber die Diakonie wollte ich auch nicht mehr aufsuchen. 

 

Just in dem Moment kam bei WDR 5 eine Reportage über ein Pärchen, welches über die Paartherapie gesprochen hat und super zufrieden damit war. Was ein Segen” Denn:

Mir blieben die Worte hängen,

 

 “natürlich kostet es Geld, aber das ist eine Investition für die Zukunft”. 

 

Nach dem nächsten Streit habe ich dann gegoogelt, eine nette Praxis gefunden, es wurde sich schnell bemüht und nun sind wir dort in Therapie. 

Bereits das Erstgespräch hat mich überzeugt und viel weiter gebracht als die ganzen kostenlosen Sitzungen zuvor. Nun bin ich bereit Geld dafür auszugeben, obwohl das 

Ergebnis offen ist. 

 

Mein Ausweg

 

Nachdem ich all diese Fehler gemacht habe, nun aber die Frage: Warum bin ich jetzt bereit und nicht damals? Warum ist bzw. war warten für mich immer die bessere Alternative, als selber Geld in die Hand zu nehmen? Ich investiere darin doch für mich, für mein besseres Leben, für mein ICH. Warum habe ich nun schon insgesamt 2 1 /2 Jahre Psychotherapie hinter mir?

 

Die Antwort erfährst du bald. Hier. In diesem Blog. Weil ich weiter schreiben darf.

Um auf meine Weise die Welt zu verbessern.

Danke dafür.

An dieser Stelle bleibt erst einmal meine Einladung an euch:

 

Einladung zum Mutigsein

 Die meisten Menschen, die eine private Praxis besitzen, bieten Erstgespräche an.

 Die sind meistens kostenlos. Wieso nicht den Mut nehmen und da mal reinschnuppern? Natürlich bitte im Vorfeld selber so ehrlich sein und schauen, ob man es sich leisten kann – wenn man das Gefühl hat, man kann es nicht, dann kann man das Erstgespräch auch vergessen, weil man die ganze Zeit diese schlechten Gedanken im Kopf hat. 

 

Aber wenn man sich mal eine Zeitlang die Kleinigkeiten, die man sich sonst gönnt, mal aufspart und für das komplette ICHsein investiert, wird man das Leben endlich wieder für lebenswert erachten. 

 

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Warum die meisten meiner Kollegen versagen

„Ich weiß nicht, wie du das machst.“

Das sagte mir eine Klientin. Dabei war sie: überrascht, fasziniert, und ein Stück weit ungläubig.

Um ehrlich zu sein: So ganz bewusst habe ich mich das selbst nie gefragt.
Wie mache ich „das“ eigentlich? Und was ist anders als bei meinen Kollegen?
Wieso kommen immer mehr Menschen mit (erfolgloser) Therapieerfahrung zu mir?

Also begab ich mich auf eine kleine Reise in mich selbst. Auf der Suche nach einer Antwort. Für Sie, für euch, für mich.

Was ist eigentlich das „Das“?

Was meine Klientin meinte:

Ich treffe den Punkt.
Und das scheinbar außergewöhnlich schnell.
Ich sorge für ein Aua. Das Aua der Erkenntnis.
Ja, das führt zu Tränen, Wut, Scham oder ganz anderen Emotionen.
Ich schaffe dann ein Wir. Damit WIR (nicht die Klientin allein) das Trauma, die Emotionen, die Ursache für das Aua abfließen lassen.
Ich begleite dabei. Spende Ruhe, Geborgenheit, Sicherheit, Kraft.
Ich sorge für Befreiung.
Und somit für ein freies, selbstbestimmtes Leben voller Lächeln.

Wenn ich jetzt sage, dass es im Falle dieser Klientin innerhalb eines einzigen Termines geschah, dann ist das wahr. Und es ist kein Einzelfall.

Und ich glaube, das gelingt mir, aus einer Kombination von mehreren Dingen:

Der Unterschied: Ich spüre. Flexibel und dynamisch – statt statisch und genormt

Fixe therapeutische Methoden, vorgegebene Strukturen, Abläufe, Aussagenbäume und Co sind mir ein Begriff. Habe ich gelernt. Allein beim Schreiben muss ich schon gähnen.

Während andere Kollegen sich primär an genau dieses Gelernte, Strukturierte, Halt Gebende halten, breche ich aus:

Ich spüre.
Ich „empathiere“, gehe also in die Resonanz mit meinen Klienten, nehme das Nonverbale auf. Mikroexpressionen, kleine Muskelzuckungen, vielleicht auch energetische Veränderungen.
Ich schwinge nicht mit,  trotz und gerade wegen dieser intensiven Empathie. Das ist wichtig. Denn nur ein stabiler Coach ist ein guter Coach. Und kann so lenken, leiten, auflösen.

Das Ergebnis: Schier unfassbare Zusammenhänge

Ich erkenne unfassbar schnell Zusammenhänge, die manch anderer gar nicht blickt. Oder eben erst nach zig Therapiesitzungen. Die Warums. Die Themen dahinter. Die versteckten Wunden. Kurz: Die Ursachen.

Auch entscheidend: Ich vertraue.

Ich vertraue komplett. Und gebe mich  auch ein Stück weit hin.
Ich vertraue dem Prozess. Meinen Methoden. Meinen Klienten.
Denn, so glaube ich wirklich, ich fühle mich „geführt“. Und zwar eben NICHT durch Schemata und starre Therapiemethoden.

Es mag esoterisch anmuten, ich meine es aber ganz und gar nicht so. Ich glaube, ich bin genau deshalb auf dieser Welt. Um schnell zu helfen. Indem ich schnell Zusammenhänge erkenne. Und die Wurzel des Auas spüre.
Irgendwoher muss dieser bemerkenswerte Instinkt ja kommen. 😉

Bei all dem, lieber Leser, bildet natürlich die eingangs fachliche Expertise eine fundamentale Grundlage. Bei Bedarf findet dieses dröge Schema-F auch seine Anwendung.

Ich arbeite nur eben nicht primär rational.

 

Das ist es einfach, warum und wie ich „das“ mache.
Mehr noch.

Das ist es, warum ich „das“ liebe.

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Das Trauma-Paradoxon oder: Haste eins, willste eins.

Provokanter Untertitel? Stimmt. Und dennoch für viele meine Klienten so wahr. So bedauerlich, oft unbewusst und dennoch zutreffend. 

Aus meiner Praxis

Ich möchte heute berichten:

Manchmal sind Probleme und Päckchen im doppelten Sinne ein Arschloch.
Nicht nur, dass sie einem das Leben schwer machen. Als würde das nicht schon reichen. Man wünscht sich nichts mehr, als all den Ballast endlich los zu werden. Um frei zu sein. Doch irgendwie kleben diese Probleme an einem wie Pech und Schwefel.

Und manchmal…da wird es ganz besonders furchtbar. Nämlich dann, wenn man selbst noch nichtmal MERKT, wie sehr das Päckchen klebt und wie GERN es einfach bleiben möchte. Wie gern es Teil von einem sein möchte.

Denn…sehr mies…manchmal SIND diese Päckchen bereits Teil von einem selbst. Teil unserer Persönlichkeit. Teil unseres Ichs.

Ich erlebe immer mehr Klienten, die sich selbst verloren haben. Nicht mehr wissen, wer sie sind. Sich innerlich tot fühlen. Oder fremd. Das Trauma wird omnipräsent. Die Persönlichkeit verblasst.

Gute Freunde oder eine liebende Familie spiegeln dann gern, wie man ist. „Du bist ein wunderbarer Mensch.“, „So hübsch.“ etc. Doch das reicht nicht.

Wir Menschen definieren uns nicht nur über dieses sogenannte Fremdbild.

Ein klares Selbstbild, Eigenwahrnehmung und Selbstbewusstsein ist essenziell für ein geerdetes und gesundes Ich.

Wenn das Trauma jedoch so dominant ist, dass es sich komplett in einem breit macht, verblasst das Ich. Oder verstummt. Oder, mehr noch, das Trauma nimmt allen Raum ein, dass gefühlt kein Ich mehr bleibt. Leere, Tod in einem drin.

Das Trauma-Paradoxon

Wenn das geschieht, entsteht beachtenswertes ein Paradoxon:

Das, was wir einerseits unfassbar hassen, was uns lähmt, leert und sich tot anfühlt. Das, was wir unbedingt loswerden wollen. Das entwickelt eine Eigendynamik in unserem Ich. Und eine Daseinsberechtigung. Denn es füllt uns aus, scheint uns zu charakterisieren. Wir denken, wir SIND das Trauma. Und so bekommt es einen Nutzen. Und kann (und darf) daher nicht „einfach so“ verarbeitet werden.

Denn was geschieht, wenn wir uns über unser Trauma, unsere Verletzungen und Erlebnisse zu definieren beginnen, während unser eigenes Selbstbild so arg verschütt ist?

Was ist, wenn dann fast rücksichtslos-ruppig, am „Trauma-Stachel“ in der Wunde gezogen wird?

Was geschieht, wenn das entfernt wird, was alles zu sein scheint, was man ist?

Genau.

Es bleibt ein Nichts, ein Niemand, eine zerstörte Persönlichkeit.

Aber speziell tief Traumatisierte stehen sich meist aufgrund dessen bei ihrer Genesung selbst im Weg.

Aus Angst vor der gefühlten Leere und dem Nichts, definiert sich ihr Unterbewusstsein (ja, das geschieht meist unbewusst) sehr über das Trauma, den Schmerz, die Verletzung.

Ähnlich, wie ein impulsives Kind manchmal auffällig wird, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Weil es lieber Aufmerksamkeit durch Bestrafung erlangt als gar keine Aufmerksamkeit.

Und aus genau diesem Grund hindert das Unterbewusstsein mancher Klienten uns beide daran (also Klient und mich), flugs das Trauma zu verarbeiten.

Dabei ist es eigentlich eine gesunde Reaktion, an dem festzuhalten, was man ist.

So möchte auch ich weiterhin überzeugt davon sein, eine charmante, intelligente Kompetenz in meinem Gebiet zu sein 😉

Ein Ausweg aus dem Trauma-Paradoxon mitsamt Ziel

Der Plan ist also nun der, das Trauma-Paradoxon aufzulösen.

Dies geschieht am erfolgreichsten durch eine Kombination aus Übungen für den Verstand und aus Interventionen für das Unterbewusstsein.

Und dies unter Anleitung eines Trauma-Coaches deines Vertrauens.

Das Ziel ist es, das Ich wieder zu wecken, es frei zu legen, es wieder zu beleben. Denn es IST da!
Tief verschüttet oder verschubst.

Wenn das eigene Ich wieder mehr Raum einnehmen kann, darf das Trauma gehen. Dann dürfen wir den Dorn ziehen. Und die Seelenwunde darf heilen.

Wie das geht:

Die Übungen

Für die Ratio:

Die Trauma-Paradoxon-Übungen ( Download-Link) können allein, mit Hilfe eines Freundes, am besten jedoch mit einem Coach / Therapeuten durchgeführt werden. Sie  bedienen unseren Verstand.

Sie laden ein zum Recherchieren, Nachdenken, Analysieren und Träumen.

Sie machen uns Dinge bewusster und bieten, wenn sie allein ausgefüllt wurden, auch eine solide Grundlage für den nächsten Termin mit einem Coach.

Selbstreflexion, Mut und grundehrliches Hinschauen ist zwingend erforderlich. Ohne geht es nicht.

Und danach?

Für das Unterbewusstsein:
So vorbereitet geht es ab zum Traumacoach: Entdeckte Glaubenssätze werden gemeinsam überprüft, weitere gemeinsam entdeckt, limbisch runterreguliert und einsortiert.

Das Coaching

Und die Bahn ist frei für die weitere Traumaverarbeitung. Im Einzelsetting mit einem Traumacoach oder -Therapeuten.

Dies geschieht dann so individuell, passgenau und on point, dass es zwar anstrengend ist, aber befreiend. In welchem Tempo? Das bestimmt in meinem Trauma-Coaching immer der Klient. Der Umgang mit dem Gaspedal ist enorm maßgeblich für den Erfolg. Manche Klienten lieben das Schritttempo. Andere bevorzugen den Turbo.

Fazit:

Ganz egal, ob mit oder ohne häusliche Vorbereitung. Ganz egal, in welchem Tempo, völlig egal, was für Themen bewegen und wie sehr sie auf dein Ich eingreifen:
Es GIBT einen Ausweg. Es gibt eine Befreiung. Und die Chance auf eine Wiederentdeckung deiner und Ihrer selbst.

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Der Nachteil des Fühlens

Oder:
Warum es suboptimal ist, dass wir fühlen.

Ich spreche für dich in genau dem Moment, in dem meine Stärke zu fühlen mir komplett im Weg steht.
Denn genau jetzt hätte ich sehr gern einfach mal Zugriff auf Worte.

Was manchmal hilft? Den Rat bei dir als Lieblingsklient zu suchen.

Hast DU Worte für mich?

Ich freue mich auf deine hilfreichen, ehrlichen Kommentare.

 

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Wie man mit einem Augenzwinkern Traumata bekämpft

4 Wies und 5 No-Gos

 

 

„Danke, das hat Spaß gemacht.“, sagte neulich eine Klientin zu mir, zum Abschied an der Tür.

Wenn nach der Verarbeitung eines Missbrauchs-Themas eine Klientin so etwas zu mir sagt – dann muss definitiv irgendwas richtig gelaufen sein. Und zwar sehr richtig.

 

Viele Klienten kommen mit heftigen Themen zu mir. Schwer, erdrückend, einsperrend.

Vielleicht mögen manche Leser denken:
Was bildet sich die Schlautmann ein, über so etwas lachen zu können?

Respektlos!

Nimmt die ihre Klienten mitsamt der Schwere ihrer Themen nicht ernst?

 

 

Ich sehe es komplett anders:

Wer nicht lacht, nimmt das Wunderbare des Lebens nicht ernst. Zollt dem Leben nicht den gebührenden Respekt. Das Leben ist ein Geschenk.

Wir nehmen uns und unsere Probleme zu oft viel zu ernst, geben ihnen eine Macht, die sie nicht verdienen. So übernehmen die Probleme unsere Kontrolle. Wir werden zu Opfern der Probleme, Opfer unserer selbst, handlungsunfähig.

 

Ein wichtiger Aspekt meines Tuns ist es daher, gemeinsam mit Ihnen auszubrechen aus Ihrem metaphorischen Gefängnis. Handlungsfähig zu werden. Die Kontrolle über das Leben, über die eigene Zufriedenheit und, ja, auch über das eigene Lächeln zurück zu erlangen.

 

 

Vorneweg:

Als ein ganz besonders starkes Element des Trauma-Coachings stochern wir NICHT analytisch-statisch-schwer in der Bedrohlichkeit des Traumas.

Trotzdem bekommt das prägende Trauma, der Klient und seine aktuelle ernsthafte Situation die Beachtung, die es verdient. Respektvoll und wertschätzend.

Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Wer zudem noch lernt zu augenzwinkern, anfangs distanziert und ungläubig. Gegen Ende mit Freude. Der erhält sein Lächeln zurück. seinen Weg hinaus aus der Dunkelheit. Hinein in die Aktivität und Handlung.
Hinein ins Leben.

Ganz egal, was einmal war.

Wie das geht:

Ähnlich wie beim provokativen Coaching auch bedarf die Kombination von Augenzwinkern und Trauma sehr viel Fingerspitzengefühl, Offenheit und Erfahrung.

1) Die Ernsthaftigkeit muss erhalten bleiben

Klienten, die sich ausgelacht oder gar durchgeschleust fühlen, die gibt es bei mir nicht.

Im Gegenteil.

Sie spüren in jeder Sekunde, wie ernst mir ihre Themen und ihr Seelenheil ist. Denn das aktuelle Thema stellt ein großes Problem dar. Mitunter sogar ein extrem großes. Da ist ausreichend Respekt, Ernsthaftigkeit und ausreichend Zeit selbstredend.

Wichtig:

Es gibt für mich kein objektiv gesehenes „richtig großes“ Problem. Völlig losgelöst von der ICD-10. Welches Erlebnis wie stark seine Spuren in der Seele hinterlässt, das hängt von vielen Faktoren ab.

2) „Ich habe die Macht, meine Probleme zu entmachten.“,

Ein weiterer Satz eines meiner Klienten – und er ist so wahr.
Durch die Fähigkeit des Augenzwinkerns werden neuronale Verknüpfungen im Gehirn befeuert, die nicht nur das Erlebte verkraftbarer machen. Sie sorgen auch für mehr Handlungsfähigkeit. Und für Kontrolle über sich selbst.

Gekoppelt mit der Erkenntnis, die Macht in sich zu haben, wird das Augenzwinkern zu einem starken Werkzeug im Trauma-Coaching.

3) Sich selbst mal nicht so bierernst nehmen

Jedes respektvoll-wertschätzende Betrachten des Traumas, bei dem wir es gleichzeitig nicht ausschließlich so ernst nehmen, intensiviert diese neuronale Datenautobahn, baut sie aus. Hin zu mehr Leben, Schmunzeln, Zufriedenheit.

4) Posttraumatischer Wachstum – ein Trauma als Chance

Was sich jetzt noch paradox liest, ist ein wissenschaftlich nachgewiesenes Phänomen: Wir können an den schlimmsten Erlebnissen wachsen.

Ein Trauma – Coaching mit Augenzwinkern schafft es, dass Sie herauskommen aus Ihrer starr-analytischen Denk- und Gefühlsspirale.
Dann können wir deutlich leichter die daraus entstandene Stärke erkennen und für uns zu nutzen lernen.
Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, lesen Sie gern meinen dazugehörigen Blogartikel.

 

Ein großes ABER: Wichtige Voraussetzungen und No-Gos

Ein Trauma-Coaching mit Augenzwinkern ist nicht Jedermanns Sache.

Es ist nichts für

1) Coaches, ohne Trauma-Erfahrung

Erfahrungsgemäß hat sich ihr Fingerspitzengefühl noch nicht ausbilden können – zu schnell kann die für sie bis dato erfolgreiche humorvolle Leichtigkeit dazu führen, dass Klient und Trauma ungewollt ins Lächerliche gezogen werden.

2) Coaches, die sich nicht gut abgrenzen können

Empathie und Mitschwingen sind wertvolle Voraussetzungen für das Augenzwinkern-Fingerspitzengefühl. Ein absolutes No-Go ist jedoch ein mit-leidender Coach / Therapeut.

3) eine Coach-Klient-Beziehung ohne sehr guten Rapport

Ein gutes Beziehungsgefüge ist die essenzielle Basis dafür, dass der Klient sich wohl fühlt und das Trauma-Coaching Früchte tragen kann.

4) ein Klient mit Faible für die klassische Psychotherapie

Er möge bitte den klassischen Weg wählen.

5) eine Drama-Queen / ein Drama-King

Ja, wir dürfen uns in unserem Elend auch mal suhlen. Doch nur ein Blick nach vorn ermöglicht eine Traumaheilung durch einAugenzwinkern. Die Bereitschaft zur Beendigung eines Dramas ist essenziell.

 

 

 

All die Wies und noch viel mehr genoss die eingangs zitierte Klientin kürzlich gemeinsam mit mir.

Und, ja, liebe Klientin auch mir hat es sehr viel Spaß gemacht.