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Klienten-Gastbeitrag: Meine 5 wertvollsten Tipps, damit auch eure Therapie ein Erfolg wird!

Oder:

Ich bin endlich ich. Und mein Leben ist ein Traum!

 

Hallo, ich bin’s wieder,  Bettina. 

Eine, die sich nichts mehr wünscht, als andere Menschen aus ihren eigenen Fehlern lernen zu lassen. Dieser Gastbeitrag ist der zweite seiner Art. Und mein Dank meines Coaches Sandra mein ganz persönlicher Weg, der Welt gut zu tun – und jedem einzelnen Leser hier.

 

Im ersten Beitrag in diesem Blog ging es um die beklopptesten 5 Dinge, die ich bezüglich meiner (psychischen) Gesundheit jemals tat.

Doch was war mein Ausweg?

Was ist jetzt anders?
Warum bin ich jetzt bereit und nicht damals? Warum ist bzw. war warten für mich immer die bessere Alternative, als selber Geld in die Hand zu nehmen? Ich investiere darin doch für mich, für mein besseres Leben, für mein ICH. Warum habe ich nun schon insgesamt 2 1 /2 Jahre Psychotherapie hinter mir?
Sehr bekloppt, oder? Verschenkte Lebenszeit.

 

Ich verrate es euch.

 

Mein Ausweg

 

Tipp 1: Besiege deinen Dämonenfresser

 

Weil natürlich das ungute Gefühl hochkommt “die wollen doch alle nur mein Geld.” Ich sehe die Dämonen, wie sie sich mein Portmonee schnappen, alles Geld rausziehen und ich sitze weiter deprimiert rum.

 

Tipp 2: Kalkuliere fair –  Ein offener Blick in mein Portmonee

In der Vergangenheit habe ich bereits viele schlechte Erfahrungen gemacht, wenn ich aber ehrlich bin sogar viel mehr schlechte Erfahrungen mit Ärzten – die für mich quasi kostenlos waren. 

Aber hängen geblieben sind nur die Erfahrungen, wofür ich Geld bezahlt habe. Eine Kosmetikerin hat mir und meinen Eltern zig hunderte an Euro aus der Tasche gezogen, weil wir mit meiner starken Akne verzweifelt waren. Die Behandlung ist fehlgeschlagen, es wurde alles viel schlimmer und so musste ich in die Hautklinik, Ärzte haben sich nicht mehr dran getraut. 

Das hat bei mir gesessen. 

Aber das normale Hautärzte über Jahre mir diverse Creme´s, Tabletten, Lichttherapie und was auch immer verordnet haben, habe ich vergessen. Dazu all die Cremes und co von Drogerien und Apotheken – günstig war das definitiv nicht. Aber da das immer wieder nur kleinere Beträge waren, bleibt es nicht langfristig im Gehirn haften.

 

Jetzt bin ich wieder an einem Punkt. Die Krankheit ist wieder da, Akne, die meine Depression wieder aus der Versenkung holt. 

Und wieder warte ich lieber auf einen Termin bei einem normalen Arzt, leider darunter anstelle zu einer privaten Praxis zu gehen und sofort behandelt zu werden. 

Doch jetzt ertappe ich mich dabei selbst und weiß: Nicht mehr mit mir!! 

 

Tipp 3: Don’t sit and wait! Brich aus, aus den gesellschaftlichen Mustern

 

Die Gesellschaft lebt es einem vor. Warten wird akzeptiert. 

Um nochmal zurück zu der Frage zu kommen, warum man kein Geld für seine Gesundheit in die Hand nimmt, dann kann ich das nur damit beantworten, dass in meiner Umgebung das nie vorgelebt worden ist. 

 

Und jetzt, jetzt bin ich soweit, dass ich nicht mehr warten will. 

Warten auf ein glücklicheres Leben, warten auf das Ende der Depression, warten auf Hilfe, warten auf das Glück, warten auf das ICH sein? Ist es das wert? 

 

Tipp 4: Das Leben zurück kriegen: UNBEZAHLBAR – eine ehrliche Rechnung

Hätte ich mich eher getraut Geld für mich zu investieren, und da meine ich nicht die Ohrringe, das hübsche paar Schuhe oder gar ein neues Smartphone, dann hätte ich mir bei der Behandlung meiner Depression die 4 Jahre (Wartezeiten  plus Therapie, krass, wie lange das ist!) in nur ein halbes Jahr packen können. 

Rechnet man sich die Zeit und die Wege, die man fährt aus, so ist man günstiger unterwegs, wenn man sich sofort Hilfe holt, auch wenn es etwas kostet.

Ratschlag 5: Sei mutig! Es zahlt sich aus

All die Tränen und “ich kann nicht mehr” hätte ich mir in den letzten Jahren sparen können. Aber dafür benötigt man Mut. 

Denn wenn man sich privat Hilfe holt, lässt man jemand anderes sofort in die Seele schauen. 

 

Ich kann mich noch gut erinnern:

Meine erste Hypnosesitzung bekam ich noch geschenkt. Natürlich bei Sandra Schlautmann. Das Vertrauen war da. 

 So schnell und so tief, wie ich darin versunken bin, wie schnell meine Gefühle mich übermannt haben, wie schnell wir in nur einer Sitzung ein Thema abarbeiten konnten und wie positiv-fertig ich nach der einen Sitzung war. 

Ich war verstrahlt und glühte nach. 

 

Im Vergleich dazu habe ich meine Therapeutin, die von der Krankenkasse bezahlt wurde, nie so tief in mich hineinblicken lassen. Da flossen auch mal das eine oder andere Tränchen, aber die Emotionen waren nie so ehrlich und rein wie bei der Hypnose. 

 

Fazit

 

Natürlich muss sich jeder diese Frage selber stellen. Ob er weiter warten will. Lieber Umwege gehen anstatt den direkten Weg zu seinem Traumleben. Ob er auch all die Fehler machen möchte, wie ich es tat.

 

Meine Bitte

 Wie ich schon im ersten Blogbeitrag schrieb:
Die meisten Praxen bieten kostenlose oder vergünstigte Erstgespräche an. Nutzt sie! 

 Ich habe gelernt: Diese Juwelen unter den Coaches und Therapeuten schenken euch eure Zeit – behandelt sie daher wertschätzend. 

 

Ich weiß nun: Wenn man sich mal eine Zeitlang die Kleinigkeiten, die man sich sonst gönnt, mal aufspart und für das komplette ICHsein investiert, wird man das Leben endlich wieder für lebenswert erachten. 

 

Mein dringender Appell:

Hört auf zu warten, wenn es euch schlecht geht!

 Besonders, wenn es um die Psyche geht. 

 

Es ist es einfach nicht wert. Das Geld tut zwar kurzzeitig weh, aber die gesunde Psyche sollte es einfach wert sein. 

 

Mal von dem ausgetrampelten normalen Weg abweichen und schauen, was sich hinter der nächsten Biegung versteckt. 

 

Jede Reise kostet etwas, aber diese Reise zum Ich und ins eigene Leben sollte es einem doch wert sein, oder?

 

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7 polarisierende Gedanken, die Ihren kritischen Blick auf die klassische Psychotherapie schärfen werden

1) Sind wir nicht alle ein bisschen Trauma?

In jedem Leben, auch in meinem, kommt es zu Höhen und Tiefen, zu großen und kleinen Wunden. Am Körper. Aber auch an Geist und Seele. Manche Erlebnisse verletzen tief. Sehr tief. Anderen kratzen nur an der Oberfläche.
Wer also denkt, sein Leben verliefe glatt und frei von prägenden Schicksalsschlägen, der irrt sich gewaltig. Warum das so ist?

2) Wissen-schafft

Das weiß die Wissenschaft nur bedingt.
Welche Erlebnisse verletzten und welche nicht?
Der Eine fällt in ein Wespennest – und traut sich fortan nicht mehr aus dem Haus, überrollt von Angst und Panik.
Der Andere verliert auf schrecklichste Weise seine Angehörigen. Und schafft es, das Leben mit einem Herzenslächeln zu genießen.

In der Psychotherapie spricht man gern von „multifaktoriell“. Was bedeutet, dass viele Faktoren gleichermaßen dafür verantwortlich sind, ob und wie sehr uns etwas tief verletzt.

3) Was ist das eigentlich, was uns da schmerzt?

Der Begriff „Trauma“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet nichts Anderes als „Wunde“. Genauso, wie es für körperliche Krankheiten wie Grippe oder körperliche Traumata wie einen Armbruch Diagnosekriterien und einen Codierungsschlüssel gibt, gibt es das auch für seelische Wunden. Sie sind in der ICD-10 im F-Bereich codiert.

4) Ein psychisches Trauma kann man nicht röntgen

Sie müssen wissen: eine seelische Wunde, die kann man nicht röntgen. Und auch klassische Merkmale wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit sind bei seelischen Traumatisierungen doch irgendwie subjektiv. Die ICD-10 versucht, Krankheiten griffig und diagnostizierbar zu machen. Das ist auch gut so. Für Mediziner und Krankenkassen. Ich möchte jedoch kritisch fragen: Bestimmt so die Definition und die Krankenkasse das tatsächlich, subjektiv empfundene Leid? Im Trauma-Coaching ist das anders. SIE sind der Mittelpunkt, ihre subjektive Empfindung. Ganz egal, ob ihr Trauma ein Verlust- oder Missbrauchsthema ist. Oder ob Sie sich in sich selbst gefangen fühlen, weil es draußen Wespen gibt.

In der modernen Fachliteratur verbreitet sich diese Sichtweise zunehmend, wir sprechen von einem Traumaspektrum.

5) Zahlen-Daten-Fakten

Laut ICD-10 ist nur dann jemand wirklich traumatisiert (PTBS), wenn der Befindlichkeit ein außergewöhnliches Ereignis vorangegangen ist. Das Register spricht von Missbrauch, Unfall, Todesangst, also nur von objektiv betrachteten „Schlimmergehtsnimmer-Erlebnissen“.
Im Klartext heißt das für alle wunderbaren Paragraphenreiter:

„Diese (PTBS) entsteht als (….) Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalen Ausmaßes, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Hierzu gehören eine durch Naturereignisse oder von Menschen verursachte Katastrophe, eine Kampfhandlung, ein schwerer Unfall oder Zeuge des gewaltsamen Todes Anderer oder selbst Opfer von Folterung, Terrorismus, Vergewaltigung oder anderen Verbrechen zu sein.“

6) Wer bestimmt also wirklich, ob uns etwas seelisch schmerzt?

Das bedeutet im Klartext: Nur dann, wenn das Ereignis nach den Kriterium des Gremiums heftig genug ist, werden die dazugehörigen Symptome unter PTBS klassifiziert.
Kann es somit sein, dass Menschen die leiden nicht selbst sagen können, dass dem so ist?
Nicht SIE bestimmen, ob Sie (seelisch) krank sind. Nicht Sie bestimmen, ob Ihnen angemessene Hilfe zuteil wird. Sondern Krankenkassen, Ärzte, Diagnoseschlüssel tun das.

7) Kleiner objektiver Auslöser und dennoch großer subjektiver Trauma-Schmerz?

Ja, das geht. Und genau dies ist hier der Grund für diesen Artikel. Denn: Das erlebe ich oft.
– Was ist beispielsweise mit Schulängsten, die sich im Kind so krass anfühlen, dass Todesängste entstehen? Sie sind dann nicht messbar (nicht zu röntgen, Sie erinnern sich) und somit wird speziell Kindern oft nur gesagt, es sei doch nicht schlimm und sie sollen sich mal nicht so anstellen. So rutschen selbst Kinder in eine Retraumatisierung. Die Ursache für die Angst wird nicht erkannt. Das Problem wird nicht gelöst.
– Was ist mit dem Businessmenschen, der es nicht schafft, vor seinem Team ohne Panik zu sprechen? Weil er sich betäubt und gelähmt fühlt, teilnahmslos und voller Furcht?
– Was ist mit der fantastischen Frau, die immer nur an dieselben furchtbaren Typen von Partner gerät? Weil sie irgendetwas magisch anzieht und sie noch gar nicht weiß, warum?

Hinter all diesen Erscheinungsformen können sich „Themen dahinter“ befinden. Traumatische Erlebnisse, groß oder klein.

Die dazu führen, dass Menschen sich gefangen fühlen, Opfer ihrer selbst, ihren Emotionen ausgeliefert.

Fazit: Polarisierend on point:

Ich bin dagegen. Dagegen, ein Trauma klassisch-konservativ nach ICD-10 zu kodieren.
Und komplett dafür, den Menschen, seinen Schmerz und seine Wunde in den Mittelpunkt zu stellen.
Den Stachel zu ziehen. Zu heilen. Um dann, mehr noch, wieder ein Lächeln in sein Leben zu zaubern.
Wie gut, dass ich mit meiner Meinung nicht allein da stehe. Fachleute wie Gesichen und Linden sowie Scaer sind ebenfalls skeptisch.
Für Neugierige zum Weiterlesen:
Gensichen und Linden kritisieren die Funktionalität der ICD-10, Robert Scaer beschreibt das Traumaspektrum in seinem Fachbuch.

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Warum die meisten meiner Kollegen versagen

„Ich weiß nicht, wie du das machst.“

Das sagte mir eine Klientin. Dabei war sie: überrascht, fasziniert, und ein Stück weit ungläubig.

Um ehrlich zu sein: So ganz bewusst habe ich mich das selbst nie gefragt.
Wie mache ich „das“ eigentlich? Und was ist anders als bei meinen Kollegen?
Wieso kommen immer mehr Menschen mit (erfolgloser) Therapieerfahrung zu mir?

Also begab ich mich auf eine kleine Reise in mich selbst. Auf der Suche nach einer Antwort. Für Sie, für euch, für mich.

Was ist eigentlich das „Das“?

Was meine Klientin meinte:

Ich treffe den Punkt.
Und das scheinbar außergewöhnlich schnell.
Ich sorge für ein Aua. Das Aua der Erkenntnis.
Ja, das führt zu Tränen, Wut, Scham oder ganz anderen Emotionen.
Ich schaffe dann ein Wir. Damit WIR (nicht die Klientin allein) das Trauma, die Emotionen, die Ursache für das Aua abfließen lassen.
Ich begleite dabei. Spende Ruhe, Geborgenheit, Sicherheit, Kraft.
Ich sorge für Befreiung.
Und somit für ein freies, selbstbestimmtes Leben voller Lächeln.

Wenn ich jetzt sage, dass es im Falle dieser Klientin innerhalb eines einzigen Termines geschah, dann ist das wahr. Und es ist kein Einzelfall.

Und ich glaube, das gelingt mir, aus einer Kombination von mehreren Dingen:

Der Unterschied: Ich spüre. Flexibel und dynamisch – statt statisch und genormt

Fixe therapeutische Methoden, vorgegebene Strukturen, Abläufe, Aussagenbäume und Co sind mir ein Begriff. Habe ich gelernt. Allein beim Schreiben muss ich schon gähnen.

Während andere Kollegen sich primär an genau dieses Gelernte, Strukturierte, Halt Gebende halten, breche ich aus:

Ich spüre.
Ich „empathiere“, gehe also in die Resonanz mit meinen Klienten, nehme das Nonverbale auf. Mikroexpressionen, kleine Muskelzuckungen, vielleicht auch energetische Veränderungen.
Ich schwinge nicht mit,  trotz und gerade wegen dieser intensiven Empathie. Das ist wichtig. Denn nur ein stabiler Coach ist ein guter Coach. Und kann so lenken, leiten, auflösen.

Das Ergebnis: Schier unfassbare Zusammenhänge

Ich erkenne unfassbar schnell Zusammenhänge, die manch anderer gar nicht blickt. Oder eben erst nach zig Therapiesitzungen. Die Warums. Die Themen dahinter. Die versteckten Wunden. Kurz: Die Ursachen.

Auch entscheidend: Ich vertraue.

Ich vertraue komplett. Und gebe mich  auch ein Stück weit hin.
Ich vertraue dem Prozess. Meinen Methoden. Meinen Klienten.
Denn, so glaube ich wirklich, ich fühle mich „geführt“. Und zwar eben NICHT durch Schemata und starre Therapiemethoden.

Es mag esoterisch anmuten, ich meine es aber ganz und gar nicht so. Ich glaube, ich bin genau deshalb auf dieser Welt. Um schnell zu helfen. Indem ich schnell Zusammenhänge erkenne. Und die Wurzel des Auas spüre.
Irgendwoher muss dieser bemerkenswerte Instinkt ja kommen. 😉

Bei all dem, lieber Leser, bildet natürlich die eingangs fachliche Expertise eine fundamentale Grundlage. Bei Bedarf findet dieses dröge Schema-F auch seine Anwendung.

Ich arbeite nur eben nicht primär rational.

 

Das ist es einfach, warum und wie ich „das“ mache.
Mehr noch.

Das ist es, warum ich „das“ liebe.

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Das Trauma-Paradoxon oder: Haste eins, willste eins.

Provokanter Untertitel? Stimmt. Und dennoch für viele meine Klienten so wahr. So bedauerlich, oft unbewusst und dennoch zutreffend. 

Aus meiner Praxis

Ich möchte heute berichten:

Manchmal sind Probleme und Päckchen im doppelten Sinne ein Arschloch.
Nicht nur, dass sie einem das Leben schwer machen. Als würde das nicht schon reichen. Man wünscht sich nichts mehr, als all den Ballast endlich los zu werden. Um frei zu sein. Doch irgendwie kleben diese Probleme an einem wie Pech und Schwefel.

Und manchmal…da wird es ganz besonders furchtbar. Nämlich dann, wenn man selbst noch nichtmal MERKT, wie sehr das Päckchen klebt und wie GERN es einfach bleiben möchte. Wie gern es Teil von einem sein möchte.

Denn…sehr mies…manchmal SIND diese Päckchen bereits Teil von einem selbst. Teil unserer Persönlichkeit. Teil unseres Ichs.

Ich erlebe immer mehr Klienten, die sich selbst verloren haben. Nicht mehr wissen, wer sie sind. Sich innerlich tot fühlen. Oder fremd. Das Trauma wird omnipräsent. Die Persönlichkeit verblasst.

Gute Freunde oder eine liebende Familie spiegeln dann gern, wie man ist. „Du bist ein wunderbarer Mensch.“, „So hübsch.“ etc. Doch das reicht nicht.

Wir Menschen definieren uns nicht nur über dieses sogenannte Fremdbild.

Ein klares Selbstbild, Eigenwahrnehmung und Selbstbewusstsein ist essenziell für ein geerdetes und gesundes Ich.

Wenn das Trauma jedoch so dominant ist, dass es sich komplett in einem breit macht, verblasst das Ich. Oder verstummt. Oder, mehr noch, das Trauma nimmt allen Raum ein, dass gefühlt kein Ich mehr bleibt. Leere, Tod in einem drin.

Das Trauma-Paradoxon

Wenn das geschieht, entsteht beachtenswertes ein Paradoxon:

Das, was wir einerseits unfassbar hassen, was uns lähmt, leert und sich tot anfühlt. Das, was wir unbedingt loswerden wollen. Das entwickelt eine Eigendynamik in unserem Ich. Und eine Daseinsberechtigung. Denn es füllt uns aus, scheint uns zu charakterisieren. Wir denken, wir SIND das Trauma. Und so bekommt es einen Nutzen. Und kann (und darf) daher nicht „einfach so“ verarbeitet werden.

Denn was geschieht, wenn wir uns über unser Trauma, unsere Verletzungen und Erlebnisse zu definieren beginnen, während unser eigenes Selbstbild so arg verschütt ist?

Was ist, wenn dann fast rücksichtslos-ruppig, am „Trauma-Stachel“ in der Wunde gezogen wird?

Was geschieht, wenn das entfernt wird, was alles zu sein scheint, was man ist?

Genau.

Es bleibt ein Nichts, ein Niemand, eine zerstörte Persönlichkeit.

Aber speziell tief Traumatisierte stehen sich meist aufgrund dessen bei ihrer Genesung selbst im Weg.

Aus Angst vor der gefühlten Leere und dem Nichts, definiert sich ihr Unterbewusstsein (ja, das geschieht meist unbewusst) sehr über das Trauma, den Schmerz, die Verletzung.

Ähnlich, wie ein impulsives Kind manchmal auffällig wird, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Weil es lieber Aufmerksamkeit durch Bestrafung erlangt als gar keine Aufmerksamkeit.

Und aus genau diesem Grund hindert das Unterbewusstsein mancher Klienten uns beide daran (also Klient und mich), flugs das Trauma zu verarbeiten.

Dabei ist es eigentlich eine gesunde Reaktion, an dem festzuhalten, was man ist.

So möchte auch ich weiterhin überzeugt davon sein, eine charmante, intelligente Kompetenz in meinem Gebiet zu sein 😉

Ein Ausweg aus dem Trauma-Paradoxon mitsamt Ziel

Der Plan ist also nun der, das Trauma-Paradoxon aufzulösen.

Dies geschieht am erfolgreichsten durch eine Kombination aus Übungen für den Verstand und aus Interventionen für das Unterbewusstsein.

Und dies unter Anleitung eines Trauma-Coaches deines Vertrauens.

Das Ziel ist es, das Ich wieder zu wecken, es frei zu legen, es wieder zu beleben. Denn es IST da!
Tief verschüttet oder verschubst.

Wenn das eigene Ich wieder mehr Raum einnehmen kann, darf das Trauma gehen. Dann dürfen wir den Dorn ziehen. Und die Seelenwunde darf heilen.

Wie das geht:

Die Übungen

Für die Ratio:

Die Trauma-Paradoxon-Übungen ( Download-Link) können allein, mit Hilfe eines Freundes, am besten jedoch mit einem Coach / Therapeuten durchgeführt werden. Sie  bedienen unseren Verstand.

Sie laden ein zum Recherchieren, Nachdenken, Analysieren und Träumen.

Sie machen uns Dinge bewusster und bieten, wenn sie allein ausgefüllt wurden, auch eine solide Grundlage für den nächsten Termin mit einem Coach.

Selbstreflexion, Mut und grundehrliches Hinschauen ist zwingend erforderlich. Ohne geht es nicht.

Und danach?

Für das Unterbewusstsein:
So vorbereitet geht es ab zum Traumacoach: Entdeckte Glaubenssätze werden gemeinsam überprüft, weitere gemeinsam entdeckt, limbisch runterreguliert und einsortiert.

Das Coaching

Und die Bahn ist frei für die weitere Traumaverarbeitung. Im Einzelsetting mit einem Traumacoach oder -Therapeuten.

Dies geschieht dann so individuell, passgenau und on point, dass es zwar anstrengend ist, aber befreiend. In welchem Tempo? Das bestimmt in meinem Trauma-Coaching immer der Klient. Der Umgang mit dem Gaspedal ist enorm maßgeblich für den Erfolg. Manche Klienten lieben das Schritttempo. Andere bevorzugen den Turbo.

Fazit:

Ganz egal, ob mit oder ohne häusliche Vorbereitung. Ganz egal, in welchem Tempo, völlig egal, was für Themen bewegen und wie sehr sie auf dein Ich eingreifen:
Es GIBT einen Ausweg. Es gibt eine Befreiung. Und die Chance auf eine Wiederentdeckung deiner und Ihrer selbst.

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Der Nachteil des Fühlens

Oder:
Warum es suboptimal ist, dass wir fühlen.

Ich spreche für dich in genau dem Moment, in dem meine Stärke zu fühlen mir komplett im Weg steht.
Denn genau jetzt hätte ich sehr gern einfach mal Zugriff auf Worte.

Was manchmal hilft? Den Rat bei dir als Lieblingsklient zu suchen.

Hast DU Worte für mich?

Ich freue mich auf deine hilfreichen, ehrlichen Kommentare.

 

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Wie man mit einem Augenzwinkern Traumata bekämpft

4 Wies und 5 No-Gos

 

 

„Danke, das hat Spaß gemacht.“, sagte neulich eine Klientin zu mir, zum Abschied an der Tür.

Wenn nach der Verarbeitung eines Missbrauchs-Themas eine Klientin so etwas zu mir sagt – dann muss definitiv irgendwas richtig gelaufen sein. Und zwar sehr richtig.

 

Viele Klienten kommen mit heftigen Themen zu mir. Schwer, erdrückend, einsperrend.

Vielleicht mögen manche Leser denken:
Was bildet sich die Schlautmann ein, über so etwas lachen zu können?

Respektlos!

Nimmt die ihre Klienten mitsamt der Schwere ihrer Themen nicht ernst?

 

 

Ich sehe es komplett anders:

Wer nicht lacht, nimmt das Wunderbare des Lebens nicht ernst. Zollt dem Leben nicht den gebührenden Respekt. Das Leben ist ein Geschenk.

Wir nehmen uns und unsere Probleme zu oft viel zu ernst, geben ihnen eine Macht, die sie nicht verdienen. So übernehmen die Probleme unsere Kontrolle. Wir werden zu Opfern der Probleme, Opfer unserer selbst, handlungsunfähig.

 

Ein wichtiger Aspekt meines Tuns ist es daher, gemeinsam mit Ihnen auszubrechen aus Ihrem metaphorischen Gefängnis. Handlungsfähig zu werden. Die Kontrolle über das Leben, über die eigene Zufriedenheit und, ja, auch über das eigene Lächeln zurück zu erlangen.

 

 

Vorneweg:

Als ein ganz besonders starkes Element des Trauma-Coachings stochern wir NICHT analytisch-statisch-schwer in der Bedrohlichkeit des Traumas.

Trotzdem bekommt das prägende Trauma, der Klient und seine aktuelle ernsthafte Situation die Beachtung, die es verdient. Respektvoll und wertschätzend.

Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Wer zudem noch lernt zu augenzwinkern, anfangs distanziert und ungläubig. Gegen Ende mit Freude. Der erhält sein Lächeln zurück. seinen Weg hinaus aus der Dunkelheit. Hinein in die Aktivität und Handlung.
Hinein ins Leben.

Ganz egal, was einmal war.

Wie das geht:

Ähnlich wie beim provokativen Coaching auch bedarf die Kombination von Augenzwinkern und Trauma sehr viel Fingerspitzengefühl, Offenheit und Erfahrung.

1) Die Ernsthaftigkeit muss erhalten bleiben

Klienten, die sich ausgelacht oder gar durchgeschleust fühlen, die gibt es bei mir nicht.

Im Gegenteil.

Sie spüren in jeder Sekunde, wie ernst mir ihre Themen und ihr Seelenheil ist. Denn das aktuelle Thema stellt ein großes Problem dar. Mitunter sogar ein extrem großes. Da ist ausreichend Respekt, Ernsthaftigkeit und ausreichend Zeit selbstredend.

Wichtig:

Es gibt für mich kein objektiv gesehenes „richtig großes“ Problem. Völlig losgelöst von der ICD-10. Welches Erlebnis wie stark seine Spuren in der Seele hinterlässt, das hängt von vielen Faktoren ab.

2) „Ich habe die Macht, meine Probleme zu entmachten.“,

Ein weiterer Satz eines meiner Klienten – und er ist so wahr.
Durch die Fähigkeit des Augenzwinkerns werden neuronale Verknüpfungen im Gehirn befeuert, die nicht nur das Erlebte verkraftbarer machen. Sie sorgen auch für mehr Handlungsfähigkeit. Und für Kontrolle über sich selbst.

Gekoppelt mit der Erkenntnis, die Macht in sich zu haben, wird das Augenzwinkern zu einem starken Werkzeug im Trauma-Coaching.

3) Sich selbst mal nicht so bierernst nehmen

Jedes respektvoll-wertschätzende Betrachten des Traumas, bei dem wir es gleichzeitig nicht ausschließlich so ernst nehmen, intensiviert diese neuronale Datenautobahn, baut sie aus. Hin zu mehr Leben, Schmunzeln, Zufriedenheit.

4) Posttraumatischer Wachstum – ein Trauma als Chance

Was sich jetzt noch paradox liest, ist ein wissenschaftlich nachgewiesenes Phänomen: Wir können an den schlimmsten Erlebnissen wachsen.

Ein Trauma – Coaching mit Augenzwinkern schafft es, dass Sie herauskommen aus Ihrer starr-analytischen Denk- und Gefühlsspirale.
Dann können wir deutlich leichter die daraus entstandene Stärke erkennen und für uns zu nutzen lernen.
Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, lesen Sie gern meinen dazugehörigen Blogartikel.

 

Ein großes ABER: Wichtige Voraussetzungen und No-Gos

Ein Trauma-Coaching mit Augenzwinkern ist nicht Jedermanns Sache.

Es ist nichts für

1) Coaches, ohne Trauma-Erfahrung

Erfahrungsgemäß hat sich ihr Fingerspitzengefühl noch nicht ausbilden können – zu schnell kann die für sie bis dato erfolgreiche humorvolle Leichtigkeit dazu führen, dass Klient und Trauma ungewollt ins Lächerliche gezogen werden.

2) Coaches, die sich nicht gut abgrenzen können

Empathie und Mitschwingen sind wertvolle Voraussetzungen für das Augenzwinkern-Fingerspitzengefühl. Ein absolutes No-Go ist jedoch ein mit-leidender Coach / Therapeut.

3) eine Coach-Klient-Beziehung ohne sehr guten Rapport

Ein gutes Beziehungsgefüge ist die essenzielle Basis dafür, dass der Klient sich wohl fühlt und das Trauma-Coaching Früchte tragen kann.

4) ein Klient mit Faible für die klassische Psychotherapie

Er möge bitte den klassischen Weg wählen.

5) eine Drama-Queen / ein Drama-King

Ja, wir dürfen uns in unserem Elend auch mal suhlen. Doch nur ein Blick nach vorn ermöglicht eine Traumaheilung durch einAugenzwinkern. Die Bereitschaft zur Beendigung eines Dramas ist essenziell.

 

 

 

All die Wies und noch viel mehr genoss die eingangs zitierte Klientin kürzlich gemeinsam mit mir.

Und, ja, liebe Klientin auch mir hat es sehr viel Spaß gemacht.

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ABIkadabra – come in and wake up

Abi – und dann?


12 / 13 Jahre lang hast du gebüffelt und immer das große Finale vor Augen gehabt:

Der heilige Gral – das Abitur.


Dann hast du es plötzlich in der Tasche.
Und nun??


12langeJahre bestand deine Aufgabe nuraus Hausaufgaben, Klausurvorbereitung, Vokabeln lernen.
Zwischendurch mal Ferien, Feiern mit Freunden, klar,

dochmontags dann wieder das Hamsterrad: Hausaufgaben, lernen, Schule, …

Ich weiß:
Da bleibt so manche Frage auf der Strecke:

Wer bin ich – und wenn ja – wie viele? (Precht)“ ((ein geflügelter Spruch aus meiner eigenen Abi-Zeit).


Ich weiß, dass viele Jugendlichenach dem Abi aus der Schule stolpern und einfach nicht wissen wer sie sind / was sie wollen.
(…bis auf die wenig hilfreiche Info „Du kannst ALLES!!! werden“).

Durch G8 fehlte ihnen oftdie Zeit, es herauszufinden / Fehler zu machen / auf die Nase zu fallen und dann auch wieder aufzustehen. Unsere Kids mussten non stop funktionieren.


Ich weiß nicht, ob speziell bei DIRunbedingt ein angezogene Handbremse /Blockade oder auch etwas Traumatischesdie Ursache hierfürist. Manchmal ist es eventuell einfach die fehlende Zeit, sich mit (wirklich) wichtigen Dingen zu beschäftigen.


Und so:
Viele Jugendliche wählen vielleicht den (Traum-)beruf der Eltern. Oder den Weg, den Andere einfach sehen: Onkel Ernst sieht dich schon als Nachfolger seiner Autowerkstatt, seitdem du mit vier Jahren dein erstes Legoauto zusammengebaut hast.
Tante Irmi ist fest davon überzeugt das du Tierärztin wirst, weil du ihren überfütterten Mops so liebevoll während der Sommerferien betreut hast. Manche Jugendliche folgen, weil sie selber einfach nichts Anderes wissen, oder jobben desorientiert und sinnbefreit drauf los. Oder sie reihen sich ein in die „Generation Praktikum“, …


Dieses Thema ist aktuell in aller Munde, nicht nur bei Abiturienten. Sondern bei Jugendlichen aller Schulformen bis hin zur Ausbildung / zum Studium.
Sowie auch bei deren Eltern, die plötzlich ein Kind haben, das sich aus Ermangelung eigener Ideen auf der Couch vor Netflix wundliegt.

Trotz aller gut gemeinter Ratschläge:
Manche Entscheidungen muss man selber treffen.

Beim Coaching setzte ich bei DIR an.
Ich weiß, dass duweißt, was du kannst. Wer du bist. Wer du sein wirst.
Unvorstellbar? Noch!
Ganz tief drin kennt dein Unterbewusstsein bereits die Richtung. Und das zapfen wir an.
Manchmal ist es echt befreiend, endlich zu wissen, wer man selber ist und wo man hin möchte.

#Selbstfindung #Werbinich #Trauma #Wachgecoacht #Zukunft

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Hingehen statt weglaufen…oder warum eine Traumatherapeutin Glückscoach wird.

Trauma und Glück – passt das überhaupt zusammen?

Ohja, sehr gut sogar.
Auch wenn ich hier eher von Zufriedenheit und Lebensqualität sprechen möchte.

Denn:

Traumatisierte Menschen haben, je nach Schweregrad des Traumas, teilweise nur das Ziel, sich aus ihrem emotionalen Gefängnis zu befreien.

Sie möchten weg von Angst, Panik, Hilflosigkeit, Ausweglosigkeit.
Genau wie viele gesunde Menschen eben auch.

Sie möchten in die Handlung kommen. Um selbst steuern zu können. Zu leben, (sich) zu lieben, zu sein.

Hin zu bewussterem Leben, bewussterer Selbstwahrnehmung, selbstgesteuertem Handeln.
Wie du vielleicht auch?

Ich erlebe es oft, dass mich Klienten bei vorangeschrittener Therapie fragen:

„Und jetzt?“

„Was geschieht zwischen den Terminen? Wenn ich alleine bin und Sie nicht da?“
Genau dann setze ich u.a. die Tools der Glücksbox ein. Therapiebegleitend.
Jedoch stets unter gewissenhafter Vorbereitung in der Therapie. Mit sorgfältigster, individueller Auswahl. Und penibler Einweisung.

Denn wenn der Klient gelernt hat, seinen Körper und seine potenziellen „Frühwarnsysteme“ wahrzunehmen, gerade dann hat es sich als wertvoll herausgestellt, dem Klienten Kontrolle über sich selbst zu schenken.

Hin zu Handlungsfähigkeit, Eigenverantwortung. Hin zu selbsttätiger Zufriedenheit.

Nähere Infos und Glückscoaches in deiner Nähe findest du hier:

https://www.coach-dein-glueck.de/team-glückscoaches/sandra-schlautmann/