„Schlimmer als nach dem Krieg!“ oder: Wenn eine Risikogruppe die Risikorisikogruppe pflegt…oder:

„Schlimmer als nach dem Krieg!“ oder: Wenn eine Risikogruppe die Risikorisikogruppe pflegt…oder:

Was Corona mit den Ältesten macht

Dies ist ein mir wichtiges Thema, daher mal wieder etwas umfangreicher.

Ich erlebe ältere Erwachsene, die unfassbar stark gefordert sind im Umgang mit ihren eigenen Eltern. Sie gehen an ihre eigenen emotionalen Grenzen.

Was tun? Oma „einsperren“?

Ausgang verbieten?

Klare Ansagen?

Kontrollen?

Sanktionen?

Überall lauern scheinbar Gefahren. Für die Älteren und die Ältesten.

Ich verstehe den Drahtseilakt zwischen respektvollem Kindseinwollen und auf die Gesundheit aller achten zu müssen.

„Wir kämpfen gegen einen unsichtbaren Gegner.“

So beschrieb neulich ein Älterer das Virus. Wie einen Kampf, wie im Krieg. Man weiß nie, wo und wie aus heiterem Himmel etwas herkommen kann. Möglicherweise lebensbedrohlich.

Die andere Seite, die Sicht der (noch) Älteren, der Ältesten unter uns:

„Schlimmer als nach dem Krieg“, sagte mir neulich eine wache ältere Dame,

“ Nach dem Krieg konnten wir wenigstens in den Bombenkratern spielen“.

Ich glaube, wir Jüngeren unter den Älteren müssen verstehen, dass sich auch Generationskonflikte ergeben. Aufgrund von Prägungen und Erlebnissen.

Während die Ältesten gelernt haben, dass sie nach dem Krieg in Bombenkratern spielen können und das Leben weiter geht, befinden sich die Älteren gefühlt in ihrem ersten Krieg.
Während die Ältesten Freiheit als etwas Essenzielles empfinden, können die Älteren scheinbar leichter länger daheim bleiben.

Ich als eine der Jüngeren unter den Älteren sehe es als meine Pflicht und als meine Aufgabe an, da zu sein.

Ganz egal, ob in meiner eigenen Familie. Als Privatmensch.

Oder auch in meinem Coaching.

Corona kann traumatisieren.

Todesängste auslösen.

Hilflosigkeit und Panik machen.

Wenn wir genau das verstehen, das Was begreifen, können wir auf das Warum schauen. Und wenn wir das tun, können wir helfen. Und auf unsere Weise Frieden schenken. Jeder von uns. Nicht nur ich als Coach.

Sondern wir als Kinder der Kinder.

Wir können

zwischen den Bedürfnissen vermitteln.

Lösungsorientierte Strategien finden.

Für die entsprechend Ausgebildeten: Es hilft, psychoedukativ zu erklären, was in den Köpfen und in den Emotionen der Generationen abgeht
Für die Nicht-Ausgebildeten: Melden! Online-Coaching macht’s auch in eurer Familie möglich. (Das ist kein Werbepost, wichtig. Möchte aber einfach betont sein.))

Und so für Frieden und Einklang zwischen den Generationen zu sorgen

Ich bitte euch, liebe andere Jüngern unter den Älteren, achtet auf eure Familien. Damit die Ältesten nicht ihre Kinder verlieren.

Das meine ich nicht unbedingt wörtlich. Sondern emotional / psychisch.

Ich tue das selten, aber an dieser Stelle ein ehrliches:

DANKE fürs Lesen. Von Herzen.

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