Geschrieben am

Im Jammertal oder:

ein Arschlochtermin und was ich (auch für den Klienten) daraus lernen kann

Auch ein Trauma-Coach hat es nicht immer leicht.

Normalerweise bin ich schnell. Die Kooperationen mit meinen Klienten ist sensationell, sodass die meisten meiner Klienten nur 3-5 Termine bei mir benötigen.

Hier möchte ich von einer Ausnahme berichten.

Vom Klienten (und mir) im Jammertal.

 

Wieder so ein Termin.

Mein Klient. Er redet und redet.

Es passiert mir selten, aber: Nach einer Viertelstunde des Zuhörens bin ich bereits schon gar.

Es kostet mich Anstrengung, weiter zu folgen.

Doch speziell dieser…redet und redet. Und jammert und suhlt sich im eigenen Bedauern.

Ist DAS wirklich mein Wunschklient?

Ich möchte es wiederholen: So etwas passiert mir selten. Daher ist es so auffallend und erwähnenswert. Ich reflektiere.

Was ist nur los?

Passt der Klient vielleicht nicht zu mir? Bin ich der richtige Coach? Entspricht dieser Klient wirklich meiner Zielgruppe?

Ja, ich gestehe: Ich bin definitiv KEIN Coach für die reinen Jammerlappen dieser Welt. Im Gegenteil, zu mir kommen Menschen mit Mut und Lust auf Veränderung.

Klienten, die sich mit ihrem Elend abgefunden haben, keinerlei Bereitschaft und Eigenverantwortung zeigen, die sind bei mir falsch, mehr noch, sie rauben mir Kraft.

Warum? Weil ich für meine Klienten Erfolge haben will. Alles dafür gebe, mich, meine Expertise, meine Zeit, meine Power. Das gelingt mit dieser Art von Menschen nicht. Vielleicht anderen. Mir nicht.

Ich fragte mich also auch in diesem Termin: Ist das hier ein „Antiklient“? Und meine Seele verneinte. Dieser Klient WILL leben und lächeln.

 Wo liegt dann der Hase?

Die Termine mit diesem Klienten dauern gut und gerne über zwei Stunden.

Mein Qualitäts-Anspruch: Trotz (oder gerade wegen) meiner eigenen Anstrengung unfassbar hoch.

Dieser Mensch ist mir wichtig. Wie alle Klienten, die den Weg zu mir finden.

Eine Zeitlang dachte ich: Dieser Klient fühlt sich unfassbar wohl in seinem Elend, möchte nicht da raus.

Denn sobald wir Lösungen fanden, egal wie ob gesprächstherapeutisch, verhaltenstherapeutisch, egal, ob hypnoanalytisch oder via EMDR, sobald wir Lösungen fanden, bog mein Klient wieder ab ins Jammertal.

Wo ist der Nutzen des Nutzens?

Das Leben im Jammertal forderte von meinem Klienten unfassbar viel Kraft. Und dennoch saß er stramm und brav bei mir, suchte nach Lösungen und Auswegen!
Manchmal geht es nicht darum, einen Schmerz aufzulösen. Negatives einzusortieren.

Manchmal weht der Wind genau andersherum. Wie hier im Jammertal.
Wer jammert, bekommt Aufmerksamkeit.

Wer jammert, der hat da was ganz Eigenes. Nämlich SEIN Problem.

Wer jammert, hat etwas, worüber er sich definiert, was ihn ausmacht.

Im Speziellen bei meinem Klienten:
Wer jammert, erlebt Fülle. Voll von Emotion.

Und wer jammert, der spürt sich, ja, vielleicht seeehr unangenehm. Aber dennoch besser als Leere.

Lieber Leser, es liegt auf der Hand, dass ich nicht alle diese Punkte auf einmal auflösen durfte. Denn: Was wäre mein Klient ohne dieses Problem?

Die Lösung

Ganz vorsichtig und zaghaft lösten wir diese suboptimale Kopplung von Nutzen und Jammern auf und schafften immer dann auch sofort neue Alternativen. Neue Aufmerksamkeitsressourcen, neuen Selbstwert.

Eine wunderbare Aufgabe für mich – und eine Riesen-Herausforderung für meinen Klienten.

Wenn er‘s dennoch immer wieder tut.

Des Pudels Kern: Hilfe zur Selbsthilfe.
Was tun, wenn mein Klient dennoch wieder ins Jammern verfällt?

Und ich verrate: Ohja, es geschah.

Was hier geschah (und noch geschieht), das ist eine ganze Menge. Denn jetzt, an diesem Punkt, darf die Verwandlung, nein, die Befreiung und der Auszug aus dem Jammertal beginnen.

Vorbereitungen für den Umzug wurden getroffen.

Nun galt es, die Umzugshelfer kommen zu lassen:

Psychoedukation, Übungen und Begleitung.

Ich gestehe, dieser Klient ist ein Ausnahmeklient. Doch jetzt, auf den letzten Metern unserer gemeinsamen Arbeit, bin ich für den gemeinsamen Weg sehr dankbar.

Ich habe draus gelernt.

1) Der erste Eindruck kann trügen. Nicht jeder Jammerlappen ist ein solcher. Das Henne-Ei-Thema und die Suche nach dem Warum.

2) Der Umgang mit dem Gaspedal ist enorm wichtig und klientenabhängig.

3) Manchmal zeichnet sich ein negatives Bild, obwohl ein positiver Nutzen ursächlich ist.

Fazit

Speziell dieser Klient hat schon so vieles erfolglos ausprobiert. Es liegt immer am passenden Weg. An der passenden Möglichkeit. Wir fanden den Weg jetzt.

Was für ein Geschenk. Für uns beide.

Geschrieben am

7 polarisierende Gedanken, die Ihren kritischen Blick auf die klassische Psychotherapie schärfen werden

1) Sind wir nicht alle ein bisschen Trauma?

In jedem Leben, auch in meinem, kommt es zu Höhen und Tiefen, zu großen und kleinen Wunden. Am Körper. Aber auch an Geist und Seele. Manche Erlebnisse verletzen tief. Sehr tief. Anderen kratzen nur an der Oberfläche.
Wer also denkt, sein Leben verliefe glatt und frei von prägenden Schicksalsschlägen, der irrt sich gewaltig. Warum das so ist?

2) Wissen-schafft

Das weiß die Wissenschaft nur bedingt.
Welche Erlebnisse verletzten und welche nicht?
Der Eine fällt in ein Wespennest – und traut sich fortan nicht mehr aus dem Haus, überrollt von Angst und Panik.
Der Andere verliert auf schrecklichste Weise seine Angehörigen. Und schafft es, das Leben mit einem Herzenslächeln zu genießen.

In der Psychotherapie spricht man gern von „multifaktoriell“. Was bedeutet, dass viele Faktoren gleichermaßen dafür verantwortlich sind, ob und wie sehr uns etwas tief verletzt.

3) Was ist das eigentlich, was uns da schmerzt?

Der Begriff „Trauma“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet nichts Anderes als „Wunde“. Genauso, wie es für körperliche Krankheiten wie Grippe oder körperliche Traumata wie einen Armbruch Diagnosekriterien und einen Codierungsschlüssel gibt, gibt es das auch für seelische Wunden. Sie sind in der ICD-10 im F-Bereich codiert.

4) Ein psychisches Trauma kann man nicht röntgen

Sie müssen wissen: eine seelische Wunde, die kann man nicht röntgen. Und auch klassische Merkmale wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit sind bei seelischen Traumatisierungen doch irgendwie subjektiv. Die ICD-10 versucht, Krankheiten griffig und diagnostizierbar zu machen. Das ist auch gut so. Für Mediziner und Krankenkassen. Ich möchte jedoch kritisch fragen: Bestimmt so die Definition und die Krankenkasse das tatsächlich, subjektiv empfundene Leid? Im Trauma-Coaching ist das anders. SIE sind der Mittelpunkt, ihre subjektive Empfindung. Ganz egal, ob ihr Trauma ein Verlust- oder Missbrauchsthema ist. Oder ob Sie sich in sich selbst gefangen fühlen, weil es draußen Wespen gibt.

In der modernen Fachliteratur verbreitet sich diese Sichtweise zunehmend, wir sprechen von einem Traumaspektrum.

5) Zahlen-Daten-Fakten

Laut ICD-10 ist nur dann jemand wirklich traumatisiert (PTBS), wenn der Befindlichkeit ein außergewöhnliches Ereignis vorangegangen ist. Das Register spricht von Missbrauch, Unfall, Todesangst, also nur von objektiv betrachteten „Schlimmergehtsnimmer-Erlebnissen“.
Im Klartext heißt das für alle wunderbaren Paragraphenreiter:

„Diese (PTBS) entsteht als (….) Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalen Ausmaßes, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Hierzu gehören eine durch Naturereignisse oder von Menschen verursachte Katastrophe, eine Kampfhandlung, ein schwerer Unfall oder Zeuge des gewaltsamen Todes Anderer oder selbst Opfer von Folterung, Terrorismus, Vergewaltigung oder anderen Verbrechen zu sein.“

6) Wer bestimmt also wirklich, ob uns etwas seelisch schmerzt?

Das bedeutet im Klartext: Nur dann, wenn das Ereignis nach den Kriterium des Gremiums heftig genug ist, werden die dazugehörigen Symptome unter PTBS klassifiziert.
Kann es somit sein, dass Menschen die leiden nicht selbst sagen können, dass dem so ist?
Nicht SIE bestimmen, ob Sie (seelisch) krank sind. Nicht Sie bestimmen, ob Ihnen angemessene Hilfe zuteil wird. Sondern Krankenkassen, Ärzte, Diagnoseschlüssel tun das.

7) Kleiner objektiver Auslöser und dennoch großer subjektiver Trauma-Schmerz?

Ja, das geht. Und genau dies ist hier der Grund für diesen Artikel. Denn: Das erlebe ich oft.
– Was ist beispielsweise mit Schulängsten, die sich im Kind so krass anfühlen, dass Todesängste entstehen? Sie sind dann nicht messbar (nicht zu röntgen, Sie erinnern sich) und somit wird speziell Kindern oft nur gesagt, es sei doch nicht schlimm und sie sollen sich mal nicht so anstellen. So rutschen selbst Kinder in eine Retraumatisierung. Die Ursache für die Angst wird nicht erkannt. Das Problem wird nicht gelöst.
– Was ist mit dem Businessmenschen, der es nicht schafft, vor seinem Team ohne Panik zu sprechen? Weil er sich betäubt und gelähmt fühlt, teilnahmslos und voller Furcht?
– Was ist mit der fantastischen Frau, die immer nur an dieselben furchtbaren Typen von Partner gerät? Weil sie irgendetwas magisch anzieht und sie noch gar nicht weiß, warum?

Hinter all diesen Erscheinungsformen können sich „Themen dahinter“ befinden. Traumatische Erlebnisse, groß oder klein.

Die dazu führen, dass Menschen sich gefangen fühlen, Opfer ihrer selbst, ihren Emotionen ausgeliefert.

Fazit: Polarisierend on point:

Ich bin dagegen. Dagegen, ein Trauma klassisch-konservativ nach ICD-10 zu kodieren.
Und komplett dafür, den Menschen, seinen Schmerz und seine Wunde in den Mittelpunkt zu stellen.
Den Stachel zu ziehen. Zu heilen. Um dann, mehr noch, wieder ein Lächeln in sein Leben zu zaubern.
Wie gut, dass ich mit meiner Meinung nicht allein da stehe. Fachleute wie Gesichen und Linden sowie Scaer sind ebenfalls skeptisch.
Für Neugierige zum Weiterlesen:
Gensichen und Linden kritisieren die Funktionalität der ICD-10, Robert Scaer beschreibt das Traumaspektrum in seinem Fachbuch.

Geschrieben am

Das Trauma-Paradoxon oder: Haste eins, willste eins.

Provokanter Untertitel? Stimmt. Und dennoch für viele meine Klienten so wahr. So bedauerlich, oft unbewusst und dennoch zutreffend. 

Aus meiner Praxis

Ich möchte heute berichten:

Manchmal sind Probleme und Päckchen im doppelten Sinne ein Arschloch.
Nicht nur, dass sie einem das Leben schwer machen. Als würde das nicht schon reichen. Man wünscht sich nichts mehr, als all den Ballast endlich los zu werden. Um frei zu sein. Doch irgendwie kleben diese Probleme an einem wie Pech und Schwefel.

Und manchmal…da wird es ganz besonders furchtbar. Nämlich dann, wenn man selbst noch nichtmal MERKT, wie sehr das Päckchen klebt und wie GERN es einfach bleiben möchte. Wie gern es Teil von einem sein möchte.

Denn…sehr mies…manchmal SIND diese Päckchen bereits Teil von einem selbst. Teil unserer Persönlichkeit. Teil unseres Ichs.

Ich erlebe immer mehr Klienten, die sich selbst verloren haben. Nicht mehr wissen, wer sie sind. Sich innerlich tot fühlen. Oder fremd. Das Trauma wird omnipräsent. Die Persönlichkeit verblasst.

Gute Freunde oder eine liebende Familie spiegeln dann gern, wie man ist. „Du bist ein wunderbarer Mensch.“, „So hübsch.“ etc. Doch das reicht nicht.

Wir Menschen definieren uns nicht nur über dieses sogenannte Fremdbild.

Ein klares Selbstbild, Eigenwahrnehmung und Selbstbewusstsein ist essenziell für ein geerdetes und gesundes Ich.

Wenn das Trauma jedoch so dominant ist, dass es sich komplett in einem breit macht, verblasst das Ich. Oder verstummt. Oder, mehr noch, das Trauma nimmt allen Raum ein, dass gefühlt kein Ich mehr bleibt. Leere, Tod in einem drin.

Das Trauma-Paradoxon

Wenn das geschieht, entsteht beachtenswertes ein Paradoxon:

Das, was wir einerseits unfassbar hassen, was uns lähmt, leert und sich tot anfühlt. Das, was wir unbedingt loswerden wollen. Das entwickelt eine Eigendynamik in unserem Ich. Und eine Daseinsberechtigung. Denn es füllt uns aus, scheint uns zu charakterisieren. Wir denken, wir SIND das Trauma. Und so bekommt es einen Nutzen. Und kann (und darf) daher nicht „einfach so“ verarbeitet werden.

Denn was geschieht, wenn wir uns über unser Trauma, unsere Verletzungen und Erlebnisse zu definieren beginnen, während unser eigenes Selbstbild so arg verschütt ist?

Was ist, wenn dann fast rücksichtslos-ruppig, am „Trauma-Stachel“ in der Wunde gezogen wird?

Was geschieht, wenn das entfernt wird, was alles zu sein scheint, was man ist?

Genau.

Es bleibt ein Nichts, ein Niemand, eine zerstörte Persönlichkeit.

Aber speziell tief Traumatisierte stehen sich meist aufgrund dessen bei ihrer Genesung selbst im Weg.

Aus Angst vor der gefühlten Leere und dem Nichts, definiert sich ihr Unterbewusstsein (ja, das geschieht meist unbewusst) sehr über das Trauma, den Schmerz, die Verletzung.

Ähnlich, wie ein impulsives Kind manchmal auffällig wird, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Weil es lieber Aufmerksamkeit durch Bestrafung erlangt als gar keine Aufmerksamkeit.

Und aus genau diesem Grund hindert das Unterbewusstsein mancher Klienten uns beide daran (also Klient und mich), flugs das Trauma zu verarbeiten.

Dabei ist es eigentlich eine gesunde Reaktion, an dem festzuhalten, was man ist.

So möchte auch ich weiterhin überzeugt davon sein, eine charmante, intelligente Kompetenz in meinem Gebiet zu sein 😉

Ein Ausweg aus dem Trauma-Paradoxon mitsamt Ziel

Der Plan ist also nun der, das Trauma-Paradoxon aufzulösen.

Dies geschieht am erfolgreichsten durch eine Kombination aus Übungen für den Verstand und aus Interventionen für das Unterbewusstsein.

Und dies unter Anleitung eines Trauma-Coaches deines Vertrauens.

Das Ziel ist es, das Ich wieder zu wecken, es frei zu legen, es wieder zu beleben. Denn es IST da!
Tief verschüttet oder verschubst.

Wenn das eigene Ich wieder mehr Raum einnehmen kann, darf das Trauma gehen. Dann dürfen wir den Dorn ziehen. Und die Seelenwunde darf heilen.

Wie das geht:

Die Übungen

Für die Ratio:

Die Trauma-Paradoxon-Übungen ( Download-Link) können allein, mit Hilfe eines Freundes, am besten jedoch mit einem Coach / Therapeuten durchgeführt werden. Sie  bedienen unseren Verstand.

Sie laden ein zum Recherchieren, Nachdenken, Analysieren und Träumen.

Sie machen uns Dinge bewusster und bieten, wenn sie allein ausgefüllt wurden, auch eine solide Grundlage für den nächsten Termin mit einem Coach.

Selbstreflexion, Mut und grundehrliches Hinschauen ist zwingend erforderlich. Ohne geht es nicht.

Und danach?

Für das Unterbewusstsein:
So vorbereitet geht es ab zum Traumacoach: Entdeckte Glaubenssätze werden gemeinsam überprüft, weitere gemeinsam entdeckt, limbisch runterreguliert und einsortiert.

Das Coaching

Und die Bahn ist frei für die weitere Traumaverarbeitung. Im Einzelsetting mit einem Traumacoach oder -Therapeuten.

Dies geschieht dann so individuell, passgenau und on point, dass es zwar anstrengend ist, aber befreiend. In welchem Tempo? Das bestimmt in meinem Trauma-Coaching immer der Klient. Der Umgang mit dem Gaspedal ist enorm maßgeblich für den Erfolg. Manche Klienten lieben das Schritttempo. Andere bevorzugen den Turbo.

Fazit:

Ganz egal, ob mit oder ohne häusliche Vorbereitung. Ganz egal, in welchem Tempo, völlig egal, was für Themen bewegen und wie sehr sie auf dein Ich eingreifen:
Es GIBT einen Ausweg. Es gibt eine Befreiung. Und die Chance auf eine Wiederentdeckung deiner und Ihrer selbst.

Geschrieben am

ABIkadabra – come in and wake up

Abi – und dann?


12 / 13 Jahre lang hast du gebüffelt und immer das große Finale vor Augen gehabt:

Der heilige Gral – das Abitur.


Dann hast du es plötzlich in der Tasche.
Und nun??


12langeJahre bestand deine Aufgabe nuraus Hausaufgaben, Klausurvorbereitung, Vokabeln lernen.
Zwischendurch mal Ferien, Feiern mit Freunden, klar,

dochmontags dann wieder das Hamsterrad: Hausaufgaben, lernen, Schule, …

Ich weiß:
Da bleibt so manche Frage auf der Strecke:

Wer bin ich – und wenn ja – wie viele? (Precht)“ ((ein geflügelter Spruch aus meiner eigenen Abi-Zeit).


Ich weiß, dass viele Jugendlichenach dem Abi aus der Schule stolpern und einfach nicht wissen wer sie sind / was sie wollen.
(…bis auf die wenig hilfreiche Info „Du kannst ALLES!!! werden“).

Durch G8 fehlte ihnen oftdie Zeit, es herauszufinden / Fehler zu machen / auf die Nase zu fallen und dann auch wieder aufzustehen. Unsere Kids mussten non stop funktionieren.


Ich weiß nicht, ob speziell bei DIRunbedingt ein angezogene Handbremse /Blockade oder auch etwas Traumatischesdie Ursache hierfürist. Manchmal ist es eventuell einfach die fehlende Zeit, sich mit (wirklich) wichtigen Dingen zu beschäftigen.


Und so:
Viele Jugendliche wählen vielleicht den (Traum-)beruf der Eltern. Oder den Weg, den Andere einfach sehen: Onkel Ernst sieht dich schon als Nachfolger seiner Autowerkstatt, seitdem du mit vier Jahren dein erstes Legoauto zusammengebaut hast.
Tante Irmi ist fest davon überzeugt das du Tierärztin wirst, weil du ihren überfütterten Mops so liebevoll während der Sommerferien betreut hast. Manche Jugendliche folgen, weil sie selber einfach nichts Anderes wissen, oder jobben desorientiert und sinnbefreit drauf los. Oder sie reihen sich ein in die „Generation Praktikum“, …


Dieses Thema ist aktuell in aller Munde, nicht nur bei Abiturienten. Sondern bei Jugendlichen aller Schulformen bis hin zur Ausbildung / zum Studium.
Sowie auch bei deren Eltern, die plötzlich ein Kind haben, das sich aus Ermangelung eigener Ideen auf der Couch vor Netflix wundliegt.

Trotz aller gut gemeinter Ratschläge:
Manche Entscheidungen muss man selber treffen.

Beim Coaching setzte ich bei DIR an.
Ich weiß, dass duweißt, was du kannst. Wer du bist. Wer du sein wirst.
Unvorstellbar? Noch!
Ganz tief drin kennt dein Unterbewusstsein bereits die Richtung. Und das zapfen wir an.
Manchmal ist es echt befreiend, endlich zu wissen, wer man selber ist und wo man hin möchte.

#Selbstfindung #Werbinich #Trauma #Wachgecoacht #Zukunft

Geschrieben am

Hingehen statt weglaufen…oder warum eine Traumatherapeutin Glückscoach wird.

Trauma und Glück – passt das überhaupt zusammen?

Ohja, sehr gut sogar.
Auch wenn ich hier eher von Zufriedenheit und Lebensqualität sprechen möchte.

Denn:

Traumatisierte Menschen haben, je nach Schweregrad des Traumas, teilweise nur das Ziel, sich aus ihrem emotionalen Gefängnis zu befreien.

Sie möchten weg von Angst, Panik, Hilflosigkeit, Ausweglosigkeit.
Genau wie viele gesunde Menschen eben auch.

Sie möchten in die Handlung kommen. Um selbst steuern zu können. Zu leben, (sich) zu lieben, zu sein.

Hin zu bewussterem Leben, bewussterer Selbstwahrnehmung, selbstgesteuertem Handeln.
Wie du vielleicht auch?

Ich erlebe es oft, dass mich Klienten bei vorangeschrittener Therapie fragen:

„Und jetzt?“

„Was geschieht zwischen den Terminen? Wenn ich alleine bin und Sie nicht da?“
Genau dann setze ich u.a. die Tools der Glücksbox ein. Therapiebegleitend.
Jedoch stets unter gewissenhafter Vorbereitung in der Therapie. Mit sorgfältigster, individueller Auswahl. Und penibler Einweisung.

Denn wenn der Klient gelernt hat, seinen Körper und seine potenziellen „Frühwarnsysteme“ wahrzunehmen, gerade dann hat es sich als wertvoll herausgestellt, dem Klienten Kontrolle über sich selbst zu schenken.

Hin zu Handlungsfähigkeit, Eigenverantwortung. Hin zu selbsttätiger Zufriedenheit.

Nähere Infos und Glückscoaches in deiner Nähe findest du hier:

https://www.coach-dein-glueck.de/team-glückscoaches/sandra-schlautmann/