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Dringender Buchtipp – mit Gastbeitrag der Autoren

Heute gibt es wieder einen Gastbeitrag für alle, die

  • gute Bücher lieben
  • Neugierig auf Psychologie, Zukunftsvisionen, eine besondere Art der Traumatherapie sind
  • die Idee, dass Seelen sich wieder begegnen faszinierend finden
  • ahnen, dass es wahre Liebe gibt
  • sich selbst in guten Romanen wiederfinden…

…und dann auch noch einen Einblick in das Leben eines Autors gewinnen wollen.

 

Zufälle – gibt es das? – Vorwort von Sandra Schlautmann

Normalerweise kommentiere ich keine Gastbeiträge, doch an dieser Stelle möchte ich ein Vorwort schreiben.

Durch Zufall (gibt es das?) begegneten sich zwei Autoren und ich.

Komplett unterschiedliche Tätigkeitsfelder – und doch so viel gemeinsam:

Wir wollen gut tun, befreien, Lebensqualität erhöhen und Lächeln schenken.

Wir leben für das, was wir tun.

So sehr, dass manchmal, wie Sie hier lesen werden, Geld sekundär ist.

Kurzum: Wir wollen nur eines: Die Welt zu einem besseren Ort machen – jeder von uns nur auf seine Weise. Und dennoch mit Herz und Leidenschaft.

Zig Gründe, diese bezaubernden Menschen um einen Gastbeitrag zu bitten
(ja, in diesem Fall bat ich darum).

Also freuen Sie sich drauf.
Von wem ich spreche, um welches Buch es geht, welche Berührungspunkte sowohl Sie als auch ich mit der Geschichte haben werden, all das lesen Sie jetzt:

Gastbeitrag von Syvia und Marcel Schneider, Autoren des Buches „Herzmalerei“

Liebe Leserinnen und Leser von Sandras Blog,

wir, Sylvia und Marcel (Syma) Schneider sind Autoren und haben im September 2019 den Roman „Herzmalerei“ veröffentlicht. Sie werden sich vielleicht fragen, warum gerade wir einen Gastbeitrag in Sandras Blog schreiben.

Folgende Annahmen sind definitiv falsch:

  • Das Lesen unseres Buches löst ein Trauma aus
  • Wir sind griesgrämig und negativdenkende Menschen und wollen das allen weiter vermitteln
  • Der Roman und die Geschichte sind die beste Schlafmedizin
  • Die Hauptperson im Roman ist die Psychologin Zenia, aber eigentlich ist es die Geschichte von Sandra Schlautmann

Nun, was ist denn der wahre Hintergrund – die Herzensangelegenheiten
Diese Buchprojekt war für Sylvia und mich eine Herzens-Angelegenheit. Mit viel Leidenschaft haben wir über vier Jahre an diesem Roman geschrieben. Wir wussten von Beginn an, dass wir damit höchstwahrscheinlich nie viel Geld verdienen können, da wir Autoren pro verkauftem Roman genau 0,70€ erhalten. Wenn man bedenkt, dass man mit 10.000 verkauften Büchern bereits an der Bestsellerliste kratzt, muss man auch ohne Wirtschaftsstudium erkennen, dass man damit nicht reich werden kann. Also, was war denn unsere wirkliche Motivation?

Unser Herzenswunsch war es, möglichst viele Menschen zu erreichen und ihnen Freude und glückliche Stunden zu schenken.

Und hier beginnen die Parallelen zu Sandras Arbeit und Ihnen.

Jedes positive Erlebnis ist ein wertvoller Tropfen für die Seele. Wir sind alle unbeabsichtigt und oft negativen Ereignissen und Druck ausgesetzt. Und egal wo wir im „Launometer“ zwischen -10 und +10 gerade stehen, es braucht für uns alle einen Ausgleich. Und noch mehr, es braucht den kontinuierlichen Aufbau der Laune durch positive Erlebnisse und Erfahrungen, damit wir nicht nur existieren, sondern das Leben mit Glück und Freude genießen können. Das ist eines der übergeordneten Ziele unseres Lebens, welches mit persönlichem Engagement und Mut erreicht werden kann. Da schließt sich der Kreis unserer Geschichte im Roman zur Hilfe, die Sandra anbietet und zu Ihnen.

 

Worum geht es denn eigentlich in unserem Buch?

Im Kern ist es eine Liebesgeschichte der jungen Psychologin Zenia, die unter mysteriösen Umständen Zugang zu ihrer Seele erhält. Dabei realisiert sie, dass sie schon in mehreren Leben immer wieder dieselbe Seele geliebt hat. Da sie aktuell sehr unglücklich ist, geht sie auf die Suche nach dieser Seele. Vielleicht findet Zenia sie, vielleicht auch nicht. Sie trifft dabei auf den geheimnisvollen Sträfling Nael, und plötzlich gehen viele und spannende parallele Handlungsstränge auf. Zenias Leben scheint total aus den Fugen zu geraten. Doch ihr Mut, etwas zu verändern, öffnet ihr neue Perspektiven und verstärkt die Hoffnung, ihr Glück zu finden.

Wir wollen von der Geschichte natürlich nicht zu viel verraten, aber auch hier gibt es wieder viele Parallelen zu Sandra und Ihnen.

Auch in unserer Geschichte gibt es eine Art „Regression“, und Zenia reist in die Momente zurück, die sie so unfassbar geprägt haben und im Unterbewusstsein kleben. Zenia erlebt die Rückführung als bereichernd, positiv, befreiend und Hoffnung spendend. Nicht jeder in Zenias Umfeld versteht was sie tut, und einige verurteilen das sogar. Aber Zenia hat den Mut, diesen Weg zu gehen und ihr Leben wird bereichert, und sie wächst dran.

Wir wünschen uns so sehr, dass wir mit „Herzmalerei“ auch Ihr Herz berühren können. Wir hoffen ein bisschen dazu beitragen zu können, dass Sie Ihre Seele baumeln lassen und einige wundervolle Stunden genießen können. Und vielleicht löst es auch bei Ihnen etwas aus… was wir Ihnen von Herzen wünschen: Glück und Hoffnung!

 

Nachwort (ich kann nicht anders):

Das, was Syma Schneider in ihrem Buch schreiben, eine Hauptdarstellerin voller Mut, ihren eigenen Lebensweg zu gehen, an den Beschwerlichkeiten zu wachsen, um dann sogar möglicherweise ihr Traumleben zu leben, das könnten auch Sie sein.
Ich wünsche Ihnen und mir nichts mehr, als dass Sie genau diesen Mut ebenfalls aufbringen.
Er ist bereits in Ihnen. Er ist Teil von Ihnen.
Nur zu! Ran an die Befreiuung und willkommen in Ihrem Traumleben.

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Im Jammertal oder:

ein Arschlochtermin und was ich (auch für den Klienten) daraus lernen kann

Auch ein Trauma-Coach hat es nicht immer leicht.

Normalerweise bin ich schnell. Die Kooperationen mit meinen Klienten ist sensationell, sodass die meisten meiner Klienten nur 3-5 Termine bei mir benötigen.

Hier möchte ich von einer Ausnahme berichten.

Vom Klienten (und mir) im Jammertal.

 

Wieder so ein Termin.

Mein Klient. Er redet und redet.

Es passiert mir selten, aber: Nach einer Viertelstunde des Zuhörens bin ich bereits schon gar.

Es kostet mich Anstrengung, weiter zu folgen.

Doch speziell dieser…redet und redet. Und jammert und suhlt sich im eigenen Bedauern.

Ist DAS wirklich mein Wunschklient?

Ich möchte es wiederholen: So etwas passiert mir selten. Daher ist es so auffallend und erwähnenswert. Ich reflektiere.

Was ist nur los?

Passt der Klient vielleicht nicht zu mir? Bin ich der richtige Coach? Entspricht dieser Klient wirklich meiner Zielgruppe?

Ja, ich gestehe: Ich bin definitiv KEIN Coach für die reinen Jammerlappen dieser Welt. Im Gegenteil, zu mir kommen Menschen mit Mut und Lust auf Veränderung.

Klienten, die sich mit ihrem Elend abgefunden haben, keinerlei Bereitschaft und Eigenverantwortung zeigen, die sind bei mir falsch, mehr noch, sie rauben mir Kraft.

Warum? Weil ich für meine Klienten Erfolge haben will. Alles dafür gebe, mich, meine Expertise, meine Zeit, meine Power. Das gelingt mit dieser Art von Menschen nicht. Vielleicht anderen. Mir nicht.

Ich fragte mich also auch in diesem Termin: Ist das hier ein „Antiklient“? Und meine Seele verneinte. Dieser Klient WILL leben und lächeln.

 Wo liegt dann der Hase?

Die Termine mit diesem Klienten dauern gut und gerne über zwei Stunden.

Mein Qualitäts-Anspruch: Trotz (oder gerade wegen) meiner eigenen Anstrengung unfassbar hoch.

Dieser Mensch ist mir wichtig. Wie alle Klienten, die den Weg zu mir finden.

Eine Zeitlang dachte ich: Dieser Klient fühlt sich unfassbar wohl in seinem Elend, möchte nicht da raus.

Denn sobald wir Lösungen fanden, egal wie ob gesprächstherapeutisch, verhaltenstherapeutisch, egal, ob hypnoanalytisch oder via EMDR, sobald wir Lösungen fanden, bog mein Klient wieder ab ins Jammertal.

Wo ist der Nutzen des Nutzens?

Das Leben im Jammertal forderte von meinem Klienten unfassbar viel Kraft. Und dennoch saß er stramm und brav bei mir, suchte nach Lösungen und Auswegen!
Manchmal geht es nicht darum, einen Schmerz aufzulösen. Negatives einzusortieren.

Manchmal weht der Wind genau andersherum. Wie hier im Jammertal.
Wer jammert, bekommt Aufmerksamkeit.

Wer jammert, der hat da was ganz Eigenes. Nämlich SEIN Problem.

Wer jammert, hat etwas, worüber er sich definiert, was ihn ausmacht.

Im Speziellen bei meinem Klienten:
Wer jammert, erlebt Fülle. Voll von Emotion.

Und wer jammert, der spürt sich, ja, vielleicht seeehr unangenehm. Aber dennoch besser als Leere.

Lieber Leser, es liegt auf der Hand, dass ich nicht alle diese Punkte auf einmal auflösen durfte. Denn: Was wäre mein Klient ohne dieses Problem?

Die Lösung

Ganz vorsichtig und zaghaft lösten wir diese suboptimale Kopplung von Nutzen und Jammern auf und schafften immer dann auch sofort neue Alternativen. Neue Aufmerksamkeitsressourcen, neuen Selbstwert.

Eine wunderbare Aufgabe für mich – und eine Riesen-Herausforderung für meinen Klienten.

Wenn er‘s dennoch immer wieder tut.

Des Pudels Kern: Hilfe zur Selbsthilfe.
Was tun, wenn mein Klient dennoch wieder ins Jammern verfällt?

Und ich verrate: Ohja, es geschah.

Was hier geschah (und noch geschieht), das ist eine ganze Menge. Denn jetzt, an diesem Punkt, darf die Verwandlung, nein, die Befreiung und der Auszug aus dem Jammertal beginnen.

Vorbereitungen für den Umzug wurden getroffen.

Nun galt es, die Umzugshelfer kommen zu lassen:

Psychoedukation, Übungen und Begleitung.

Ich gestehe, dieser Klient ist ein Ausnahmeklient. Doch jetzt, auf den letzten Metern unserer gemeinsamen Arbeit, bin ich für den gemeinsamen Weg sehr dankbar.

Ich habe draus gelernt.

1) Der erste Eindruck kann trügen. Nicht jeder Jammerlappen ist ein solcher. Das Henne-Ei-Thema und die Suche nach dem Warum.

2) Der Umgang mit dem Gaspedal ist enorm wichtig und klientenabhängig.

3) Manchmal zeichnet sich ein negatives Bild, obwohl ein positiver Nutzen ursächlich ist.

Fazit

Speziell dieser Klient hat schon so vieles erfolglos ausprobiert. Es liegt immer am passenden Weg. An der passenden Möglichkeit. Wir fanden den Weg jetzt.

Was für ein Geschenk. Für uns beide.

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Klienten-Gastbeitrag: Meine 5 wertvollsten Tipps, damit auch eure Therapie ein Erfolg wird!

Oder:

Ich bin endlich ich. Und mein Leben ist ein Traum!

 

Hallo, ich bin’s wieder,  Bettina. 

Eine, die sich nichts mehr wünscht, als andere Menschen aus ihren eigenen Fehlern lernen zu lassen. Dieser Gastbeitrag ist der zweite seiner Art. Und mein Dank meines Coaches Sandra mein ganz persönlicher Weg, der Welt gut zu tun – und jedem einzelnen Leser hier.

 

Im ersten Beitrag in diesem Blog ging es um die beklopptesten 5 Dinge, die ich bezüglich meiner (psychischen) Gesundheit jemals tat.

Doch was war mein Ausweg?

Was ist jetzt anders?
Warum bin ich jetzt bereit und nicht damals? Warum ist bzw. war warten für mich immer die bessere Alternative, als selber Geld in die Hand zu nehmen? Ich investiere darin doch für mich, für mein besseres Leben, für mein ICH. Warum habe ich nun schon insgesamt 2 1 /2 Jahre Psychotherapie hinter mir?
Sehr bekloppt, oder? Verschenkte Lebenszeit.

 

Ich verrate es euch.

 

Mein Ausweg

 

Tipp 1: Besiege deinen Dämonenfresser

 

Weil natürlich das ungute Gefühl hochkommt “die wollen doch alle nur mein Geld.” Ich sehe die Dämonen, wie sie sich mein Portmonee schnappen, alles Geld rausziehen und ich sitze weiter deprimiert rum.

 

Tipp 2: Kalkuliere fair –  Ein offener Blick in mein Portmonee

In der Vergangenheit habe ich bereits viele schlechte Erfahrungen gemacht, wenn ich aber ehrlich bin sogar viel mehr schlechte Erfahrungen mit Ärzten – die für mich quasi kostenlos waren. 

Aber hängen geblieben sind nur die Erfahrungen, wofür ich Geld bezahlt habe. Eine Kosmetikerin hat mir und meinen Eltern zig hunderte an Euro aus der Tasche gezogen, weil wir mit meiner starken Akne verzweifelt waren. Die Behandlung ist fehlgeschlagen, es wurde alles viel schlimmer und so musste ich in die Hautklinik, Ärzte haben sich nicht mehr dran getraut. 

Das hat bei mir gesessen. 

Aber das normale Hautärzte über Jahre mir diverse Creme´s, Tabletten, Lichttherapie und was auch immer verordnet haben, habe ich vergessen. Dazu all die Cremes und co von Drogerien und Apotheken – günstig war das definitiv nicht. Aber da das immer wieder nur kleinere Beträge waren, bleibt es nicht langfristig im Gehirn haften.

 

Jetzt bin ich wieder an einem Punkt. Die Krankheit ist wieder da, Akne, die meine Depression wieder aus der Versenkung holt. 

Und wieder warte ich lieber auf einen Termin bei einem normalen Arzt, leider darunter anstelle zu einer privaten Praxis zu gehen und sofort behandelt zu werden. 

Doch jetzt ertappe ich mich dabei selbst und weiß: Nicht mehr mit mir!! 

 

Tipp 3: Don’t sit and wait! Brich aus, aus den gesellschaftlichen Mustern

 

Die Gesellschaft lebt es einem vor. Warten wird akzeptiert. 

Um nochmal zurück zu der Frage zu kommen, warum man kein Geld für seine Gesundheit in die Hand nimmt, dann kann ich das nur damit beantworten, dass in meiner Umgebung das nie vorgelebt worden ist. 

 

Und jetzt, jetzt bin ich soweit, dass ich nicht mehr warten will. 

Warten auf ein glücklicheres Leben, warten auf das Ende der Depression, warten auf Hilfe, warten auf das Glück, warten auf das ICH sein? Ist es das wert? 

 

Tipp 4: Das Leben zurück kriegen: UNBEZAHLBAR – eine ehrliche Rechnung

Hätte ich mich eher getraut Geld für mich zu investieren, und da meine ich nicht die Ohrringe, das hübsche paar Schuhe oder gar ein neues Smartphone, dann hätte ich mir bei der Behandlung meiner Depression die 4 Jahre (Wartezeiten  plus Therapie, krass, wie lange das ist!) in nur ein halbes Jahr packen können. 

Rechnet man sich die Zeit und die Wege, die man fährt aus, so ist man günstiger unterwegs, wenn man sich sofort Hilfe holt, auch wenn es etwas kostet.

Ratschlag 5: Sei mutig! Es zahlt sich aus

All die Tränen und “ich kann nicht mehr” hätte ich mir in den letzten Jahren sparen können. Aber dafür benötigt man Mut. 

Denn wenn man sich privat Hilfe holt, lässt man jemand anderes sofort in die Seele schauen. 

 

Ich kann mich noch gut erinnern:

Meine erste Hypnosesitzung bekam ich noch geschenkt. Natürlich bei Sandra Schlautmann. Das Vertrauen war da. 

 So schnell und so tief, wie ich darin versunken bin, wie schnell meine Gefühle mich übermannt haben, wie schnell wir in nur einer Sitzung ein Thema abarbeiten konnten und wie positiv-fertig ich nach der einen Sitzung war. 

Ich war verstrahlt und glühte nach. 

 

Im Vergleich dazu habe ich meine Therapeutin, die von der Krankenkasse bezahlt wurde, nie so tief in mich hineinblicken lassen. Da flossen auch mal das eine oder andere Tränchen, aber die Emotionen waren nie so ehrlich und rein wie bei der Hypnose. 

 

Fazit

 

Natürlich muss sich jeder diese Frage selber stellen. Ob er weiter warten will. Lieber Umwege gehen anstatt den direkten Weg zu seinem Traumleben. Ob er auch all die Fehler machen möchte, wie ich es tat.

 

Meine Bitte

 Wie ich schon im ersten Blogbeitrag schrieb:
Die meisten Praxen bieten kostenlose oder vergünstigte Erstgespräche an. Nutzt sie! 

 Ich habe gelernt: Diese Juwelen unter den Coaches und Therapeuten schenken euch eure Zeit – behandelt sie daher wertschätzend. 

 

Ich weiß nun: Wenn man sich mal eine Zeitlang die Kleinigkeiten, die man sich sonst gönnt, mal aufspart und für das komplette ICHsein investiert, wird man das Leben endlich wieder für lebenswert erachten. 

 

Mein dringender Appell:

Hört auf zu warten, wenn es euch schlecht geht!

 Besonders, wenn es um die Psyche geht. 

 

Es ist es einfach nicht wert. Das Geld tut zwar kurzzeitig weh, aber die gesunde Psyche sollte es einfach wert sein. 

 

Mal von dem ausgetrampelten normalen Weg abweichen und schauen, was sich hinter der nächsten Biegung versteckt. 

 

Jede Reise kostet etwas, aber diese Reise zum Ich und ins eigene Leben sollte es einem doch wert sein, oder?

 

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Gastbeitrag: Die beklopptesten 5 Dinge, die ich als Klientin jemals tat

… oder: Warum die meisten Menschen selbst Schuld am Misserfolg der Therapie haben

 

Hallo, ich bin Bettina. 

Eine, die sich nichts mehr wünscht, als andere Menschen aus ihren eigenen Fehlern lernen zu lassen. Dieser Gastbeitrag ist meine Art, der Welt gut zu tun – und jedem einzelnen Leser hier.

 

Ich: eine ganz normale Betroffene

Zu mir: Ich bin ganz normal gesetzlich krankenversichert und immer, wenn ich krank werde, zücke ich meine Karte, gehe zum Arzt und werde behandelt. Ganz egal, ob körperlich oder psychisch krank. Krank ist krank. 

Mein Fehler Nr. 1:  Opfer seiner selbst – und dann die scheinbar rettende Hand des Hausarztes 

Also war es für mich auch ganz normal, als ich am Tiefpunkt meiner Depression war – die ich natürlich vorher komplett negiert hatte – zu meinem Hausarzt zu gehen. Das Vertrauen war da, er wird mir schon sagen, was ich machen soll. Total hilflos mit der Situation, überfordert, lethargisch. Er ist ein super Arzt und hat mir direkt ein Gefühl der Hoffnung gegeben. Außerdem zückte er einen Zettel mit zwei Nummern für Psychologen – bei einer habe ich dann sehr schnell einen Termin bekommen. Ihr Antrag auf ca. 20 Std Therapie ging bei meiner Krankenkasse ohne große Prüfung durch. Einfach. Normal. Superbequem in meiner Erschöpfung. Ich musste nichts tun. Außer warten. In meiner Depression.

Nach den 20 Stunden musste ich feststellen, dass sie mir zwar geholfen hat, ein bisschen stabil zu werden, aber eine Heilung gab es nicht. Ich war weiterhin auf Antidepressiva angewiesen, diese abzusetzen war eine unvorstellbare Vorstellung. 

 

Mein Fehler Nr.  2: Zu Bequem – Ich stehe doch auf der Warteliste

 

Eine Verlängerung dieser Therapie stand außer Frage, da es eine Sackgasse war. So war es kein Wunder, dass ich wieder immer mehr in die Depression zurückkehrte. Zu diesem Punkt hatte ich ehrlich gesagt schon Kontakt zu Sandra von Wachgecoacht und auch ein sehr überzeugendes Erstgespräch geführt. Es schien zu passen.
Aber:  Auf die Idee zu kommen, dass ich Geld in die Hand nehme, um mich von ihr coachen  zu lassen, kam ich nicht. Wieso auch? 

 

Mein Fehler Nr. 3: Antriebsschwach – Wartenwartenwarten

Ich habe mich doch auf die Warteliste bei einer guten Psychologenpraxis setzen lassen. Mein Weg war gezeichnet, ich musste doch nur warten. 

 

Und so zieht es sich durch mein gesamtes Leben: 

Immer, wenn eine Krankheit akut wird, mache ich mir einen Termin bei einem Arzt und warte. Manchmal nur zwei Wochen, manchmal auch 3 Monate und manchmal bin ich sehr frustriert, weil genau der eine Arzt, zu dem ich gerne möchte, Aufnahmestopp für neue Patienten hat. 

 

Mein Fehler Nr. 4: Dieser fatale Gerechtigkeitssinn – Die Krankenkasse MUSS doch zahlen

Und dann…wenn ich ganz genau in mich hineinhorche, sagt eine innere Stimme:
“Ich bezahle jeden Monat sehr viel Geld für meine Krankenversicherung, also will ich auch dafür eine Leistung erhalten. Das ist ja nur fair. Und irgendwie das Mindeste.”. Und, ehrlich gesagt, sagt die Stimme noch viel mehr:
“Ich bin so schon gestraft genug mit meiner psychischen Krankheit, da soll ich jetzt auch noch zahlen? Doppelt?”

 

Mein Fehler Nr. 5: Spreu und Weizen – die wahnsinnige Suche nach dem Juwel in den kostenlosen Angeboten 

Auch als es in meiner Beziehung sehr gekrieselt hat, wir eine Paartherapie machen wollten, bin ich zur Diakonie gegangen. Da ist es kostenlos. Man muss nur warten. Mal wieder. 

Geholfen hat es nicht wirklich.

Da war keine Power dahinter, die Gespräche plätscherten dahin und haben mir nichts gegeben. Also haben wir die “Therapie” abgebrochen und weiter selber versucht. 

Nun, zwei Jahre später, ist es wieder soweit. Alleine klappt es nicht mehr. Aber die Diakonie wollte ich auch nicht mehr aufsuchen. 

 

Just in dem Moment kam bei WDR 5 eine Reportage über ein Pärchen, welches über die Paartherapie gesprochen hat und super zufrieden damit war. Was ein Segen” Denn:

Mir blieben die Worte hängen,

 

 “natürlich kostet es Geld, aber das ist eine Investition für die Zukunft”. 

 

Nach dem nächsten Streit habe ich dann gegoogelt, eine nette Praxis gefunden, es wurde sich schnell bemüht und nun sind wir dort in Therapie. 

Bereits das Erstgespräch hat mich überzeugt und viel weiter gebracht als die ganzen kostenlosen Sitzungen zuvor. Nun bin ich bereit Geld dafür auszugeben, obwohl das 

Ergebnis offen ist. 

 

Mein Ausweg

 

Nachdem ich all diese Fehler gemacht habe, nun aber die Frage: Warum bin ich jetzt bereit und nicht damals? Warum ist bzw. war warten für mich immer die bessere Alternative, als selber Geld in die Hand zu nehmen? Ich investiere darin doch für mich, für mein besseres Leben, für mein ICH. Warum habe ich nun schon insgesamt 2 1 /2 Jahre Psychotherapie hinter mir?

 

Die Antwort erfährst du bald. Hier. In diesem Blog. Weil ich weiter schreiben darf.

Um auf meine Weise die Welt zu verbessern.

Danke dafür.

An dieser Stelle bleibt erst einmal meine Einladung an euch:

 

Einladung zum Mutigsein

 Die meisten Menschen, die eine private Praxis besitzen, bieten Erstgespräche an.

 Die sind meistens kostenlos. Wieso nicht den Mut nehmen und da mal reinschnuppern? Natürlich bitte im Vorfeld selber so ehrlich sein und schauen, ob man es sich leisten kann – wenn man das Gefühl hat, man kann es nicht, dann kann man das Erstgespräch auch vergessen, weil man die ganze Zeit diese schlechten Gedanken im Kopf hat. 

 

Aber wenn man sich mal eine Zeitlang die Kleinigkeiten, die man sich sonst gönnt, mal aufspart und für das komplette ICHsein investiert, wird man das Leben endlich wieder für lebenswert erachten. 

 

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Warum die meisten meiner Kollegen versagen

„Ich weiß nicht, wie du das machst.“

Das sagte mir eine Klientin. Dabei war sie: überrascht, fasziniert, und ein Stück weit ungläubig.

Um ehrlich zu sein: So ganz bewusst habe ich mich das selbst nie gefragt.
Wie mache ich „das“ eigentlich? Und was ist anders als bei meinen Kollegen?
Wieso kommen immer mehr Menschen mit (erfolgloser) Therapieerfahrung zu mir?

Also begab ich mich auf eine kleine Reise in mich selbst. Auf der Suche nach einer Antwort. Für Sie, für euch, für mich.

Was ist eigentlich das „Das“?

Was meine Klientin meinte:

Ich treffe den Punkt.
Und das scheinbar außergewöhnlich schnell.
Ich sorge für ein Aua. Das Aua der Erkenntnis.
Ja, das führt zu Tränen, Wut, Scham oder ganz anderen Emotionen.
Ich schaffe dann ein Wir. Damit WIR (nicht die Klientin allein) das Trauma, die Emotionen, die Ursache für das Aua abfließen lassen.
Ich begleite dabei. Spende Ruhe, Geborgenheit, Sicherheit, Kraft.
Ich sorge für Befreiung.
Und somit für ein freies, selbstbestimmtes Leben voller Lächeln.

Wenn ich jetzt sage, dass es im Falle dieser Klientin innerhalb eines einzigen Termines geschah, dann ist das wahr. Und es ist kein Einzelfall.

Und ich glaube, das gelingt mir, aus einer Kombination von mehreren Dingen:

Der Unterschied: Ich spüre. Flexibel und dynamisch – statt statisch und genormt

Fixe therapeutische Methoden, vorgegebene Strukturen, Abläufe, Aussagenbäume und Co sind mir ein Begriff. Habe ich gelernt. Allein beim Schreiben muss ich schon gähnen.

Während andere Kollegen sich primär an genau dieses Gelernte, Strukturierte, Halt Gebende halten, breche ich aus:

Ich spüre.
Ich „empathiere“, gehe also in die Resonanz mit meinen Klienten, nehme das Nonverbale auf. Mikroexpressionen, kleine Muskelzuckungen, vielleicht auch energetische Veränderungen.
Ich schwinge nicht mit,  trotz und gerade wegen dieser intensiven Empathie. Das ist wichtig. Denn nur ein stabiler Coach ist ein guter Coach. Und kann so lenken, leiten, auflösen.

Das Ergebnis: Schier unfassbare Zusammenhänge

Ich erkenne unfassbar schnell Zusammenhänge, die manch anderer gar nicht blickt. Oder eben erst nach zig Therapiesitzungen. Die Warums. Die Themen dahinter. Die versteckten Wunden. Kurz: Die Ursachen.

Auch entscheidend: Ich vertraue.

Ich vertraue komplett. Und gebe mich  auch ein Stück weit hin.
Ich vertraue dem Prozess. Meinen Methoden. Meinen Klienten.
Denn, so glaube ich wirklich, ich fühle mich „geführt“. Und zwar eben NICHT durch Schemata und starre Therapiemethoden.

Es mag esoterisch anmuten, ich meine es aber ganz und gar nicht so. Ich glaube, ich bin genau deshalb auf dieser Welt. Um schnell zu helfen. Indem ich schnell Zusammenhänge erkenne. Und die Wurzel des Auas spüre.
Irgendwoher muss dieser bemerkenswerte Instinkt ja kommen. 😉

Bei all dem, lieber Leser, bildet natürlich die eingangs fachliche Expertise eine fundamentale Grundlage. Bei Bedarf findet dieses dröge Schema-F auch seine Anwendung.

Ich arbeite nur eben nicht primär rational.

 

Das ist es einfach, warum und wie ich „das“ mache.
Mehr noch.

Das ist es, warum ich „das“ liebe.

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Posttraumatischer Wachstum

Schon einmal einen bitterbösen Brief aus dem Briefkasten gefischt – der vielleicht furchtbare Konsequenzen mit sich bringen könnte – oder auch nicht… Oder: Schon einmal das Gefühl gehabt, ungewollt schwanger zu sein? Pille vergessen und zu spät bemerkt? Schock und Panik?

Oder: Schon einmal einen Riesen-Bock im Job geschossen, so heftig, dass sich Angst und Panik breit machte – wie sage ich’s dem Chef und was passiert dann?

All dies sind Beispiele für klassische kleine „Alltagswunden“. Jeder von uns kennt sie: Man befindet sich in einer schier ausweglosen Situation. Doch dann, manchmal geschieht es, …entpuppt sich genau diese Situation als Chance. Beispielsweise schärft sich unser Blick für das, was für uns wirklich wichtig ist. Oder wir intensivieren unsere Beziehungen: Wer ist für uns da, hilft uns, lenkt uns ab in solchen Situationen? Oder wir sehen neue Wege und Perspektiven.

Wunden in der Seele – posttraumatischer Wachstum

Was ich gerade noch im Kleinen beschrieb, an Beispielen für Alltagswunden, das finden wir auch im Großen wieder. Nämlich dann, wenn wir größere traumatische Erlebnisse zu verarbeiten haben.

Denn:
Ganz egal, ob es sich um Wunden des Alltags handelt oder um eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung), handelt sich immer um Wunden in der Seele.

Trauma“ bedeutet im Griechischen nichts Anderes als „Wunde
So hinterlassen viele Erlebnisse in unserer Seele Narben, Verletzungen. Sie können sehr traumatisch sein.

Dazu gehören auch Trennungen, Krankheiten, Jobverlust und finanzielle Bedrohungen. Es muss nicht gleich ein Kriegserlebnis sein.

Vielleicht wurde auch Ihr Leben durch Traumatisierungen schwer beeinträchtigt. Und dennoch können Sie einen Ihrer Situation angemessenen und angenehmen Zustand erreichen.

Aus dem Leben gegriffen – ein Fallbeispiel:
Die Bekanntschaft mit Herrn J.

Ich lernte Herrn J. vor geraumer Zeit in einem nicht-beruflichen Kontext kennen. Fast nebenbei erfuhr ich, dass Herr J. in jugendlichen Jahren seinen Vater durch Gewalteinwirkung verlor. Er wurde wortwörtlich zu Tode geprügelt. Nach mehrmonatigem Koma und Bangen aller Angehörigen verstarb er.

Dass dieses traumatische Erlebnis prägt und beeinflusst, dürfte Ihnen bewusst sein: Ich erfuhr von Schmerzen, Leid und Trauer. Aber auch von Auswirkungen auf die Berufswahl, von beeinflussten Werten und Moralvorstellungen und von veränderten Rollen in der Familie.

Herr J. wirkte geprägt, selbstverständlich, aber lebensfroh, gefasst, das Erlebte verarbeitet und einsortiert, geerdet usw.
Herr J. schien an all dem auch ein Stück weit gewachsen zu sein.

Das, was Herr J. hier erlebt hat, nennt sich posttraumatischer Wachstum.

Dieser Begriff wurde v.a. von Calhoun & Teschedi in den 90er Jahren geprägt (auch Posttraumatic Growth genannt). Er beschreibt ein Element der Traumatherapie und legt den Fokus auf die Ressourcenorientierung.

Kürzlich kreuzten sich unsere Wege erneut –Herr J. machte einen sehr aufgewühlt-desolaten Eindruck.

Herr J. berichtete, dass ein innerbetrieblichen Businesscoach durch seinen Chef engagiert sei, der zur Weiterentwicklung der Firma, in der er arbeitete, beitragen sollte.

Wir alle sind Menschen und keine Maschinen –  Gefahr und Wachstumschancen trotz Trauma und Retraumatisierung

Ich muss leider immer wieder erleben, dass speziell im Businesscoaching vielen Kollegen nicht klar zu sein scheint, dass ihnen dort keine „Maschine“ gegenüber sitzt, sondern ein Mensch mit Persönlichkeit, Prägungen und, ja, evtl. auch mit traumatischem Hintergrund. Die Arbeitskraft lässt sich schlichtweg nicht losgelöst von ihrer Prägung, ihren Werten, ihren Glaubenssätzen und ihren Triggern betrachten und zum „Funktionieren bringen“. Denn genau diese Dinge nehmen Einfluss auf die Arbeitshaltung, Konzentration, auf das innerbetriebliche Denken und somit auf den wirtschaftlichen Wachstum der Firma.

Wenn ein Businesscoach nicht allumfassend ausgebildet ist, kann das Wunden aufreißen, auch die scheinbar längst verheilten Narben. Es kann Schmerzen und Erinnerungen wecken, es kann wieder alles hochkommen. Diesen Prozess nennt man Retraumatisierung.

So geschah es auch bei Herrn J.: Im Businesscoaching- Prozess wurden Glaubenssätze und Trigger angesprochen, die dazu führten, dass sich Herr M. in einer Retraumatisierung wiederfand: Flashbacks, Panikattacken und Trigger (z.B. beim Fernsehen) sind nur Beispiele seiner Reaktion auf das eigentliche Businesscoaching.

Eine Retraumatisierung ist nichts Schönes, es schmerzt, wühlt auf, weckt Erinnerungen, verwirrt, ja zerstört vielleicht auch das bis dato Aufgebaute. Und, ja, eine Retraumatisierung ist ein Arschloch.

So paradox es klingen mag: Durch Trauma und Verletzung kann Gewinn und Wachstum entstehen.

Herr J. wurde durch das Wiederhochholen seiner alten traumatischen Erfahrung förmlich dazu herausgefordert, sich dem Schmerz und dem Leid zu stellen. Um zu verstehen. Auch sich selbst. Um dann daran zu wachsen.

– Gemeinsam mit seinem Businesscoach und mir wurde Herr J. sich seiner eigenen Stärke bewusst: Wir formulierten Ressourcen und herausragende Eigenschaften, die ihm sowohl privat als auch im beruflichen Kontext für Klarheit und eine Richtung sorgten.

  • Herr J.s Blick schärfte sich für das, was ihm wichtig ist: Sein Bewusstsein für das für ihn Wesentliche war geschärft. Er reflektierte mit uns, wieder sowohl im Privaten als auch im beruflichen Kontext das, was für ihn wichtig ist. Für mehr Sinnhaftigkeit.
  • Außerdem entdeckte Herr J. neue Möglichkeiten und Perspektiven für seinen (beruflichen) Erfolg. Aber auch, wie er sein Privatleben reicher gestalten kann.

Herr J. erfährt also ein zweites Mal in seinem Leben einen posttraumatischen Wachstum.

Immer dann, wenn wir solche Entwicklungsprozesse wie die des Herrn J. beobachten oder auch die aus unseren ersten kleineren Fallbeispielen, ist dies ein Zeichen der Verarbeitung des Traumas sowie der Ressourcenorientierung.

„Ganz klar lässt sich aus der Forschung zum Thema Traumatic Growth der Schluss ziehen, dass man nicht lebenslänglich unter Traumata leiden muss. Menschen verfügen über erstaunliche Kräfte der Heilung und Regeneration.“ (Reddemann u. Reddemann 2006, S. 155)

Es ist also nachweislich so, dass bei einer enorm hohen Prozentzahl aller Traumatisierten neben all dem Schmerz und Leid auch immer mindestens ein Anzeichen an posttraumatischem Wachstum sichtbar ist.

Und somit ist (Re-) Traumatisierung eben doch nicht immer nur ein Arschloch.

Oder anders ausgedrückt: Dieser Artikel soll Hoffnung und Perspektiven schenken. All denjenigen Lesern, die unter Traumatisierungen leiden. Und auch all den Angehörigen traumatisierter Menschen, die ebenso mitleiden.

Selbstcoachingtipp

Sie möchten wissen, ob auch Sie aus der Not eine Tugend gemacht haben und  auch einen posttraumatischen Wachstum erfahren konnten?
Hier folgen für Sie nun Profi-Übungen für den Privatgebrauch in Anlehnung an Herrn J.s Fallgeschichte und an die fünf Bereiche des Wachstums nach Calhoun & Tedeschi.

Wie es geht:

  • Sie können diese Fragen ganz in Ruhe mit sich allein beantworten, aber genauso gut mit Ihrem Partner oder Freund.
  • Bitte nehmen Sie sich Zeit.
    Schreiben Sie gern Ihre Gedanken auf, das trainiert Ihr Gehirn zusätzlich.
  • Wenn Sie mögen, beantworten Sie die Fragen gern in regelmäßigen Abständen erneut. Das schafft Bewusstsein für Ihren eigenen posttraumatischen Wachstum – und Sie werden weiter wachsen.

1) Stärken als Wegweiser

Was halten Sie selbst für Ihre Stärke, herausragende Eigenschaft? Woraus schöpfen Sie Kraft? Was können Sie besonders gut, vielleicht auch seit Ihrem traumatischen Erlebnis? Können Sie dieses Wissen als Wegweiser für Ihr Leben nutzen? Vielleicht haben Sie in Ihrer Krisensituation spüren, dass beispielsweise das Zuhören Ihre Stärke ist – wie können Sie dies jetzt nutzen?

2) Des Pudels Kern

Wissen Sie, was für Sie das Wesentliche in Ihrem Leben ist? Was lieben Sie, was gibt Halt, worauf kommt es in Ihrem Leben für Sie an? Vielleicht ist es das Geld? Oder ein Oasenmoment vor dem Kamin?

3) Spreu und Weizen

Wie denken Sie über Ihre sozialen Kontakte? Wer stand in Krisenzeiten an Ihrer Seite? Wer sorgt für Halt, Stabilität, Geborgenheit? Das kann von der Oma bis zum Chef jeder sein. Wie intensiv pflegen Sie diese Kontakte?

4) Perspektiven

Brachte Ihr traumatisches Erlebnis vielleicht eine Orientierungshilfe für Ihren Lebensweg mit? Im Fall von Herrn J. war es damals die angestrebte Ausbildung. Was ist es bei Ihnen?

5) Sinnhaftigkeit

Was gibt Ihrem Leben einen Sinn? Ist es der Hund? Die alleinstehende Oma? Oder der berufliche Lebensinhalt? Hat sich Ihr Lebenssinn nach Ihrer Krise verschoben, wie nehmen Sie ihn davor und danach wahr?

Wichtige Abschlussbemerkungen:

Dieser Artikel soll nicht verharmlosen oder schön reden. Bitte seien Sie sich der Tragweite und der Schwere so manch eines Traumas, speziell der komplexen Traumatisierungen, sehr bewusst. Ich empfehle immer eine Form der Traumatherapie beim Therapeuten Ihres Vertrauens.

Auch von bewusster Retraumatisierung rate ich mehr als ab, im Gegenteil, ein guter Therapeut ist, ebenso wie ich, um die Vermeidung dessen sehr bemüht.

Autor: Sandra Schlautmann
Thema: Posttraumatisches Wachstum
Webseite: http://www.wachgecoacht.de

Autorenprofil Sandra Schlautmann:

Heilpraktiker f. Psychotherapie m. Schwerpunkt Traumatherapie

ttps://www.ratgeber-lifestyle.de/beitraege/persoenlichkeitsentwicklung/posttraumatisches-wachstum.html

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Streit mit der erwachsenen Tochter

Was aber, wenn ein Sturm aufkommt? Wenn die Anhänger an den Mobilefäden wehen und sich zu wehren scheinen?

Was, wenn die Angst besteht, ein Mobile-Teil könnte abreißen? Sich davon wehen lassen?

Und was, wenn dies tatsächlich geschieht?

Wir fühlen uns unwohl, aufgewühlt. Zerrissen. Unvollständig.

Es gibt Menschen, die kommen genau mit diesem Gefühl zu mir.
Das sind Mütter, die sich im Streit mit ihren meist erwachsenen Töchtern befinden. Und vielleicht gar nicht verstehen, wieso.
Es sind aber auch eben diese Töchter, die spüren, irgendetwas stimmt in ihrem Leben nicht. Nicht wissend, dass eine Ursache dafür der Streit mit ihrer Mutter sein kann.

Weil, so oder so, die Familie zerreißt. Ein Mobileteil im Sturm zu sehr wankt.

Ich möchte Ihnen einen Einblick in drei andere Mutter-Tochter-Beziehungen mit Problemen schenken.

Ihnen damit zeigen:

  • Sie sind nicht allein.
  • Vielleicht finden Sie sich wieder.
  • Vielleicht finden Sie so Ihre ganz persönliche Antwort auf Ihr Warum.
  • Vielleicht löst es ein: „Aha. Darum.“ In Ihnen aus.

Ich verrate Ihnen außerdem, passend zu jedem Fallbeispiel, drei praktische Profi-Tipps für den Hausgebrauch. Einen weiteren sehr wichtigen Tipp finden Sie im Fazit.

Sie zeigen Ihnen einen Weg.

Damit Sie anschließend  leichter zueinander finden. Und den Sturm im Mobile von dannen ziehen zu lassen.

Streit mit erwachser Tochter – Fallbeispiel 1

Die Situation:

Frau O.  berichtete mir von ihrer äußerst turbulenten Lebensphase: Seit Jahren wünscht sie sich die Trennung von ihrem Partner und somit auch vom Vater ihrer Kinder. Es sei einiges vorgefallen. Sie leidet. Trotz Auszeit und allen bisherigen Versuchen scheiterte nun auch der letzte.

Mein Auftrag eigentlich: „Bitte helfen Sie mir, mich endgültig zu lösen.“

Ich erfuhr, dass die erwachsenen Kinder der Trennung schon längst zugestimmt hatten, mehr noch, sie sprachen ihrer Mutter Mut zu.

Doch nun…kippte die Situation: Mutter und Tochter entfremdeten sich.
Sie, liebe Leserin, können sich sicher vorstellen, wie verletzt und verwirrt Frau O. mir gegenübersaß, sich keiner „Schuld“ bewusst.

Der Streit mit ihrer erwachsenen Tochter als negativer Hauptgewinn on top raubte ihr den letzten Mut. So blieb Frau O.

Das Warum – Fachlicher Erklärungsansatz:

Durch die schwierige, lang anhaltende Lebenssituation fand eine Persönlichkeitsveränderung bei der Mutter statt.

Das ist nichts Ungewöhnliches. Erlebnisse prägen. Beeinflussen. Verändern. Ganz egal, wie groß oder klein sie sind. Wir entwickeln uns weiter, passen uns der Lebenssituation an. Das ist oft gut so.

Wenn dann noch die vielen erfolglosen Trennungsversuche und die folgende  Auszeit hinzukommen, zieht manchmal ein Sturm auf.

In „Windspielsprache“ bedeutet das: Ein Mobileteil verändert sich, vielleicht in Form und Gewicht. Die anderen Mobileteile, hier im Beispiel die Tochter von Frau O., geraten ins Wanken, verlieren vielleicht ihren Halt, ihr Gleichgewicht oder ihre Orientierung.

In diesem Fall geschah Folgendes:

Die so sehr geliebte Tochter wandte sich ab und orientierte sich an der Vaterfigur. Für Frau O. kam dies komplett unerwartet und daher doppelt schmerzhaft.

Es kam zu Meinungsverschiedenheiten, Zickereien, zu noch mehr Wind im Mobile, sodass auch andere Familienmitglieder in Unruhe versetzt wurden.

Sie können sich vielleicht denken: Für mich als Therapeutin und Coach ist diese Reaktion der Tochter allerdings weniger unerwartet als es scheint.

Und für Sie, liebe Leserin, nun jetzt auch. Oder? Wunderbar.

Mein Perspektivwechsel-Tipp:

Jeder Streit ist anstrengend. Zehrt an den Kräften. Verletzt oder scheint zerstörerische Kräfte zu entwickeln.

Wagen Sie trotzdem mit mir einen kleinen Perspektivwechsel?
Ich möchte mit einem Augenzwinkern die mutige These wagen: Könnte es sein, dass, je mehr Wind Sie von ihrer Tochter / Mutter spüren, desto näher Sie sich vielleicht sind? Desto wichtiger Sie sich sind?

Denn nur dann, wenn Menschen sich nah und verbunden sind, nur dann wirken sich Veränderungen aus.

Es zeigt: Sie sind sich nah! Das ist etwas Wunderbares. Denn es ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. Es schürt Hoffnung. Und Mut. Und Zuversicht. Geben Sie noch nicht auf!

Streit mit erwachsener Tochter – Fallbeispiel 2

Die Situation:

Frau E suchte mich ursprünglich wegen eines Businessthemas auf. Die Chefs und sie. Da lief etwas schief. Die junge Frau fühlte sich ausgebremst. Nicht zu der beruflichen Leistung fähig, die sie fachlich erbringen konnte. Frau E. verstand sich selbst nicht mehr.

Was war los?

Das Warum – Fachlicher Erklärungsansatz:

Frau E. fühlte sich (u.a.) von ihrem Chef „nicht gesehen“ und nicht ernst genommen.

Ihr Chef triggerte eine Familienerfahrung an: Die Schwierigkeiten, die Frau E. mit ihrer Mutter seit Jahren unausgefochten zwischen sich spürte, brannten sich wie ein Mini-Trauma im Unterbewusstsein der Klientin ein.

Das färbte auf Frau E.s berufliche Leistungsfähigkeit ab. So sehr, dass die junge Frau unglücklich durchs Leben schritt.

Und, das erlebe ich sehr oft, nicht wusste / verstand, WARUM dem so ist.

In „Mobilesprache“ bedeutet das:

Frau E. hängt, wie wir alle, nicht nur in einem System. Nicht nur in einem Mobile. Manchmal verknoten sie sich, vor allem dann, wenn der Wind schon länger weht. Oder besonders heftig.

In gemeinsamer Arbeit deckten wir die Zusammenhänge auf, die die junge Frau im Unterbewusstsein verknüpft hatte. Wir schafften es, die Streitsituation mit der Mutter limbisch, also im Unterbewusstsein, verkraftbar zu machen und diese hinderlichen Verbindungen zwischen Job und Familie zu lösen.

So konnte Frau E. in ihrem Job wieder glänzen. Denn es gab keine Mobile-Verknotungen mehr.

Ja, die Beilegung des Streites zwischen Frau E und ihrer Mutter fand im Rahmen des Coachings (zu diesem Zeitpunkt) nicht statt. Denn es war weder mein ursprünglicher Auftrag noch war Frau E.s Mutter mein Coachee.

ABER (und das finde ich viel wertvoller) Frau E. konnte sich mit der Situation arrangieren. Sie verkraftet nun die zerstrittene Situation mit ihrer Mutter auch im Unterbewusstsein, verkraftet die Erlebnisse, in denen sie sich von Mama nicht wahrgenommen fühlte. Es ist jetzt okay für sie.

Frau E konnte sich befreien. Und zurück ins (berufliche) Glück finden.

Mein Selbstreflexions-Tipp:

Seien Sie wachsam. Und mutig!

Ich erlebe oft, dass ein Streit zwischen Mutter und Tochter rational betrachtet „abgehakt“, „weggepackt“ zu sein scheint. „Wir gehen schon seit Jahren getrennte Wege. Das ist dann eben so.“

In Wirklichkeit jedoch schlummert diese Erfahrung im Unterbewusstsein und bremst uns in anderen Situationen aus.

„Immer dann, wenn der Verstand nicht mehr weiter weiß“, prangt auf meiner Webseite.

Und das nicht ohne Grund.

Dieser Satz beschreibt ein mögliches Gefühl, was ein Hinweis auf ein längst erledigt geglaubtes Mini-Trauma sein kann.

Streit mit erwachsener Tochter Fallbeispiel 3

Die Situation:

Frau F. und ihre erwachsene Tochter Frau S. suchten mich auf, gemeinsam.
Frau F. war Rentnerin, verheiratet mit dem Vater ihres Kindes, ein verbeamteter Mann.

Frau S. arbeitete selbstständig, und dies schon seit Jahren.
Beide Frauen kamen zu mir, weil sich die Situation zuspitzte:

Frau F. verstand ihre Tochter nicht mehr. Sie äußerte, ihre Tochter sei für sie mittlerweile „wie vom anderen Stern“.

Ihre Tochter Frau S. indes spürte das schon länger. Sie fühlte sich nicht mehr wohl in ihrer Familie, nicht mehr geborgen und gänzlich unverstanden.

Beide, das sah ich deutlich, liebten sich sehr, sodass sie um Rat und Hilfe baten.

Das Warum – Fachlicher Erklärungsansatz:

Frau S. führte einen komplett anderen Lebenswandel als es ihre Eltern je taten: Selbstständigkeit versus Verbeamtung.

Arbeiten aus Leidenschaft versus Arbeiten des Geldes wegen.

Risiko versus Sicherheit.

In den Augen von Frau F. führte ihre Tochter das falsche Lebensmodell. In der Wahrnehmung der Tochter war alles falsch, was sie tat.

Oft ist es so, dass sich die liebende Mutter für ihr Kind doch nur das Beste wünscht.

Dass sie voller Lebenserfahrung strotzt und ihrem geliebten „kleinen Kind“ jegliche schmerzhaften Umwege ersparen möchte.

Gut gemeint, absolut.

Doch was ist, wenn dabei unterschiedliche Werte und Lebensmodelle aufeinander prasseln?

Oder die Tochter ihre Erfahrungen schlichtweg selbst sammeln möchte?

Dann kommt Wind ins Mobile.

Gemeinsam erarbeiteten wir die zugrunde liegenden unterschiedlichen Werte.

Um dann gemeinsam zu ergründen, warum die Werte teilweise so grundverschieden sind.

Dies ist sicherlich auch generationsbedingt begründbar.

In jeder Generation griffen andere Bedürfnisse, Werte und Glaubenssätze.
Wir verstanden, dass Großmutters Generation auch schon anders „tickte“ als die der Mutter. Und stellten fest:

Von Überleben wollen (Großeltern) über harte Arbeit zahlt sich aus / schafft Sicherheit (Eltern) bis hin zur Selbstverwirklichung (erwachsene Tochter) wandelten sich besagte Werte.

Fazit: Wir schafften Verständnis für die Erfahrungen und Prägungen jedes Mobileteiles. Und nahmen so Wind aus den Segeln – äh, dem Mobile.

Für mehr Raum für Liebe und Verständnis.

Mein Kommunikations-Tipp:

Jede Emotion und jede Wahrnehmung hat seine Daseinsberechtigung. Auch dann, wenn Sie sich denken: „Was die Mutter / Tochter beschreibt, ist völlig falsch. Alles falsch und missverstanden!“

Bedenken Sie, es gibt kein „objektiv richtiges Empfinden“. Und auch keine „tatsächlichen Fakten.“

Bitte, wenn Eine von Ihnen eine Emotion oder Wahrnehmung äußert, antworten Sie nicht mit: „Das stimmt nicht!“ Auch dann nicht, wenn es Ihrer eigenen Wahrnehmung nicht entspricht.

Denn das führt meist zu verhärteten Fronten. Das Gefühl, sich missverstanden zu fühlen, intensiviert sich eher.

Was können Sie stattdessen tun?

Fassen Sie die Worte Ihrer Gesprächspartnerin in eigenen Worten zusammen. So wecken Sie das Gefühl des Verständnisses. Und bei Unklarheiten besteht die Chance, diese sofort auszuräumen. Leiten Sie dies ruhig ein mit: „Wenn ich dich richtig verstehe, siehst / fühlst du das so…:“.

Anschließend holen Sie sich eine Bestätigung dessen ab: „Ist das so? Habe ich es richtig zusammengefasst?“

Beschreiben Sie anschließend selbst, wie es Ihnen in der Situation geht, wie Sie gewisse Aussagen gemeint haben. Holen Sie sich gern in Form von „Ich weiß, das ist  meine Sicht, ist die für dich nachvollziehbar?“ eine Bestätigung ab.

Dieses Fallbeispiel zeigt, wie unterschiedlich sind Lebenswege auf Werte, Moral und Prägungen auswirken.

Ein Bewusstsein darüber, dass dem so ist. Und ein Bewusstsein dafür, dass Wahrnehmungen nebeneinander bestehen sollen und werden, das ist ein wichtiger Schritt. Hin zum Frieden zwischen Mutter und Tochter.

Mit dem Ziel, sich gegenseitig zu wertschätzen und sich wertgeschätzt zu fühlen.

Fazit

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich hoffe Ihnen die Einblicke in andere Mutter-Tochter-Beziehungen ließen Sie spüren:

Sie sind nicht allein.

Vielleicht fanden Sie sich wieder.

Vielleicht fanden Sie Ihre ganz persönliche Antwort auf Ihr Warum.

Vielleicht löste es ein: „Aha. Darum.“ In Ihnen aus.

Damit Sie nun einen Schritt aufeinander zu wagen können.  Und den Sturm im Mobile von dannen ziehen zu lassen.

Profi-Tipp:

Wenn das  Verständnis mitsamt der drei Tipps für den Hausgebrauch dennoch nicht reichen.

Wenn die Fronten zu sehr verhärtet sind oder aus anderen Gründen kein Ausweg für Sie sichtbar ist, obwohl Sie es wollen: Suchen Sie sich professionelle Unterstützung!

Ich empfehle einen erfahrenen Coach oder Therapeuten. Aber auch ein gut ausgebildeter Mentor kann die passgenaue Hilfe sein.

Wichtig ist meines Erachtens der systemische Ansatz. Optimal in Kombination mit traumatherapeutischen Tools, die sich auch gut dazu eignen, um solche Wunden des Alltags besser in die Heilung zu bringen.

Denn:

Genau mit dieser Kombination konnte nicht nur Frau O. oder Frau M. oder Frau F. / S. geholfen werden.

Und, ebenso wichtig:

Es ist nicht immer erforderlich, dass beide, Mutter und Tochter, Termine wahrnehmen. Wenn eine von beiden sich befreien möchte, das Leben wieder genießen möchte, ausbrechen möchte aus den Winden des Mobiles, um wieder in Ruhe und Frieden zu sein, so reicht dies völlig aus.

Autor: Sandra Schlautmann
Thema: Streit mit erwachsener Tochter
Webseite: https://wachgecoacht.de

 

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