„Was hat sie denn jetzt wieder? Was will die Autorin mit diesem Vergleich sagen?“ – Hat einen Sinn, einfach weiter lesen 😉

Der Methodenwahnsinn – eine Gefahr / Herausforderung für jeden Betroffenen

Neulich noch mit meiner Kollegin Andrea Schlösser drüber gefachsimpelt:
Warum definieren sich so viele Menschen über Methoden, die Fülle des Werkzeugkoffers?

Wieso sind Klienten so fixiert auf Methodenwahl welche Methode wirkt – und welche (vermeintlich) nicht?

Geht es dir auch so?

Wenn ja, ich verstehe das nur zu gut!

 

Die Macht der Verzweiflung

Viele Menschen sind nahezu verzweifelt auf Suche nach einem Ausweg aus ihrem Trauma. Eine passgenaue Methode scheint Halt zu versprechen.
Viele Klienten kommen so erschöpft, bei mir an, weil so vieles bereits versucht wurde und nicht half.

Was passiert, damit das nicht wieder geschieht: Wahrscheinlich liest du dich ein. Vergleichst Ansätze und Methoden. Wirst selbst zum deinem eigenen Experten.

Mit dem dringenden Wunsch danach, endlich frei und selbstbestimmt leben zu können.

Die Erfahrungs-Gefahr

Ich lese oft in diversen Facebookgruppen:
„Hat schon jemand Erfahrungen gemacht mit Methode 1?“

„Kennt jemand die Klinik XY Wie arbeiten die?“

So oft lese ich Kommentare wie: „ Methode 1 hat nicht gewirkt, wähle Methode 2!“

oder

„Der Aufenthalt in Klinik XY hat mich retraumatisiert, ich musste da weg. Mir half ambulante Therapie.“

 

Ich weiß aus Erfahrung, du suchst Halt und endlich deinen Ausweg.

Ich bitte dich daher:

Gehe richtig mit der Erfahrung anderer um.

Was ich damit meine:

Das Erfahrungs-Geschenk

Jede Erfahrung ist wertvoll!

Wenn meine Klienten berichten, wie sie sich vor und nach dem Trauma-Coaching bei mir fühlen. Wie es ihnen geht. In welchen Bereichen sich ihr leben vereinfacht hat und, ja, manchmal auch, wo noch ein Stachel tief sitzt. Dann ist das ein Geschenk.

Selbstverständlich.

Für andere, neue Klienten, aber auch für mich als Therapeutin.

Manche Klienten möchten ihre Erfahrungen gerne teilen. Anderen Betroffenen Mut machen, sich an mich zu wenden. Dann schreiben sie Gastbeiträge im Blog, bitten mich, ihr Feedback zu posten oder schreiben eine Empfehlung.

Ich liebe diese Art von Geschenk, weil niemand besser beschreiben kann, was passierte, als der, der es erlebte.

Das Erfahrungs-Navi

Doch vergiss dabei bitte eines nicht:
Es ist die Erfahrung eines ANDEREN. Nicht deine eigene. Und das in sehr sensiblem Bereich.

Wir sprechen nicht über einen Produktvergleich wie den besten Holzleim oder die leckerste Tomatensoße (was bekanntlich auch schon Geschmackssache ist).

Ja, Erfahrungen sind auch hier hilfreich.

Wichtig: DU

Doch denke bitte daran:
Nutze die Erfahrungen anderer als Wegweiser. Als Navi.

Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Denn:

Es ist NICHT die Methode, die zählt.

Es ist NICHT die vermeintlich beste Einrichtung / der beste Therapeut

Es ist NICHT die Masse an Zertifikaten (okay, meine Liste ist auch lang, ich geb‘s zu, meine Wissbegierde 😉
Und, das sei nur am Rande erwähnt, es ist auch NICHT das Stundenhonorar, das zählt. Sondern das Ergebnis.

Es ist wichtig, was zu DIR passt.

Zu deiner „Landkarte“, deinen Handbremsen, deinen Wünschen, Träumen. Erfahrungen, Zielen, Prägungen, Erlebnissen

Aber auch zu deiner Art zu verarbeiten, integrieren, verdauen.

Wie WIR damit umgehen (Klient und ich) – Blick in meine Praxis

Ich frage eingangs gern meinen Klienten: „Sind Sie eher der Porschetyp oder fahren Sie lieber Kutsche?“ Und damit verschaffen wir uns den ersten wichtigen Eindruck darüber, welcher Weg uns zum Ziel bringt: Schnell mit bspw. EMDR / Wingwave oder eher gemächlicher, vorsichtiger mit bspw. Systemischer Traumatherapie.

Denn DU bestimmst den Weg, die Art, das Tempo, den Therapeuten.
Macht das Angst?
Vielleicht auf den ersten Blick. Das kann ich gut verstehen.

Zack, ist sie da, die Verantwortung für die eigene Genesung und das freie und selbstbestimmte Leben.

Denn ich muss leider gestehen:
Im Gegensatz zu meinem wunderbaren Kollegen und Freund Carsten Fenner kann ich nicht zaubern (er ist Magier und Showhypnotiseur).

Ich gebe auch keine Heilversprechen. Niemals.

 

Denn ich verspreche:

Ich begleite dich. Auf dem Weg zu deiner Heilung.

In Form einer Kooperation mit dir, deinem Körper, deiner Seele.

DU allein, das wirst du sicher vielleicht schon über Jahre erlebt haben, kannst den Dorn nicht ziehen. Das Trauma nicht auflösen.
ICH allein kann das für dich auch nicht tun. Aber als Team sind wir unschlagbar.
Ich begleite meine Klienten z.T. 24/7.

Weil es hilft. Und befreit.

Es tut mir leid, wenn ich dabei (auf Wunsch) rasend schnell bin. 😉

Fallbeispiel, Wunsch und Fazit

Neulich saß eine Klientin nach nur zwei Einheiten verblüfft bei mir, weil sie ihr Thema so schnell einsortiert hatte, sich befreiter und gelöster und selbstbestimmter fühlte, nach all den Jahren.

Also: Ja, zu mir kommen Menschen mit Mut. Menschen, die die Verantwortung für ihr Leben nicht (mehr) nur den Krankenkassen übergeben, sondern primär sich selbst.

(Nebenbei: Es ist nachweislich so, dass Therapien von Selbstzahlern erfolgreicher sind. Es gibt Studien dazu.).
Und dann – Hand in Hand – raus aus dem Trauma, rein ins Traumleben!

Also, ich wünsche mir, dass diese Zeilen hier auch dir Mut machen. Und Bock drauf, das Leben selbst in die Hand zu nehmen
Bitte, liebe potenziellen Klienten, sucht euch einen Coach / Therapeuten, der in der Lage ist, für und mit EUCH den passgenauen Weg zu finden.

Ihr müsst das nicht selbst tun.

Ihr müsst euch nicht für eine Methode entscheiden müssen.

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